Oldenburg - Erst hatte Frank Köhn knapp zwei Wochen weder Internet noch Festnetz-Telefon, jetzt wartet er auf die versprochene Entschädigung der EWE. Der Ärger wirkt bei ihm noch immer nach. „Als Internet und Telefon wieder funktioniert haben, hat niemand mit mir Kontakt aufgenommen“, sagt Köhn.
Nachdem sich die NWZ Anfang Oktober eingeschaltet hatte, wurde das Problem noch am selben Tag durch einen Techniker behoben. Zur Fehlerquelle hieß es von der EWE-Pressestelle: „Bei einer Umschaltung des Kunden auf eine Leitung der Telekom ist bei der Telekom jedoch offensichtlich ein Fehler passiert.“ Zudem teilte das Versorgungsunternehmen mit, dass man Frank Köhn für die Unannehmlichkeiten entschädigen wolle. Doch darauf wartet der EWE-Kunde bisher vergebens. „Die Entschädigung wurde nur der NWZ in Aussicht gestellt. Ich habe dazu keine Nachricht von der EWE erhalten“, sagt Köhn. Auch der monatliche Beitrag sei Anfang November ganz normal abgebucht worden.
„Zunächst einmal bedauern wir die Unannehmlichkeiten, die unserem Kunden durch die Störung entstanden sind“, äußert EWE-Sprecherin Katharina Schütz auf Anfrage der NWZ. Generell würden Kunden, die eine Störung melden, zunächst über weitere Schritte informiert. Dies geschehe über einen der gewünschten Wege – wie SMS oder Telefon. „Nach der Entstörung werden die Kunden erneut kontaktiert“, sagt Schütz. Auch im Fall von Schütz liege ihr ein Vermerk vor, dass der Kunde Bescheid bekommen habe.
Die Frage der Ausgleichsregelungen wird laut EWE-Angaben mit jedem Kunden individuell geklärt. Frank Köhn war telefonisch vor Beendigung der Störung ein anteiliger Monatsbetrag versprochen worden. „Im Fall von Herrn Köhn erfolgt ein Ausgleich mit der Rechnung für den Monat Oktober“, erklärt Katharina Schütz. Über die Höhe der Rückzahlung werde man den Kunden umgehend telefonisch informieren.
