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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Beste Stimmung im regionalen Handwerk

18.05.2019

Oldenburg Das regionale Handwerk präsentiert sich in bester Stimmung. Im Oldenburger Land beurteilen derzeit 93 Prozent der Betriebe (Vorjahr: 91 Prozent) ihre Geschäftslage als zufriedenstellend oder gut, wie aus den am Freitag veröffentlichten Ergebnissen der Frühjahrsumfrage der Handwerkskammer (HWK) Oldenburg hervorgeht. Der Geschäftsklimaindex, also der Saldo aus „guter“ und „schlechter“ Beurteilung von Geschäftslage und -erwartungen, legte im Vergleich zum Frühjahr 2018 um 13 Punkte auf den langjährigen Spitzenwert von 143 Punkten zu.

„Bei der Handwerkskonjunktur setzt sich der positive Trend fort“, sagte Manfred Kurmann, Präsident der HWK Oldenburg. „Ich habe neulich von einem ,goldenen Jahrzehnt‘ gelesen und kann das für unseren Kammerbezirk voll und ganz bestätigen.“ Ein Ende der Hochkonjunktur, wie sie für die Gesamtwirtschaft prophezeit werde, sei zumindest im hiesigen Handwerk noch nicht zu erkennen.

Dass die Geschäftslage nicht nur gefühlt gut sei, unterstrich Kurmann anhand von Umsatzzahlen. Die Umsätze im Handwerk im Oldenburger Land seien 2018 im Vergleich zu 2017 um 301 Millionen Euro – und damit um rund drei Prozent – auf 10,359 Milliarden Euro gestiegen.

„Bau-, Ausbau- und Zuliefererhandwerk sind mal wieder die Lokomotiven für den gesamten Handwerkszug“, sagte Kurmann. Klaus Hurling, Betriebsberater der HWK, machte aber deutlich, dass sich die positive Grundstimmung in diesem Frühjahr durch alle sieben Handwerksgruppen ziehe. Auch im zuletzt etwas schwächelnden Gesundheitshandwerk werde die Lage in diesem Jahr wieder positiv bewertet.

HWK-Hauptgeschäftsführer Heiko Henke erklärte, dass das unverändert niedrige Zinsniveau und die damit verbundene hohe Nachfrage den Betrieben Rückenwind verleihe. Größte Herausforderungen seien weiterhin der Fachkräftemangel und der steigende bürokratische Aufwand.

Das konnten auch Christiane und Björn Wünsch, Inhaber von „Chrissis Barbierstube“ in Oldenburg, bei einem Besuch der Kammervertreter bestätigen. Die Umsätze seien in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, „und wir haben auch heute noch jeden Tag neue Kunden, die anrufen“, sagte Björn Wünsch. Der etwas andere Frisiersalon im Vintage-Stil war 2013 als Ein-Frau-Betrieb gegründet worden. Heute sind dort, inklusive Azubi, acht Personen tätig, wie seine Frau erläuterte.

Die Suche nach Nachwuchs gestaltet sich aber auch für solch einen erfolgreichen Betrieb zunehmend schwierig. „Wir finden keine Azubis“, sagt Björn Wünsche. Zuletzt habe es keine einzige Bewerbung gegeben. Sogar einen Social-Media-Experten, der bei der Suche helfen soll, hätten sie schon engagiert.

Und auch der bürokratische Aufwand, egal ob Dokumentationspflichten oder Datenschutzregelungen, werde nicht geringer. „Als kleiner Betrieb können wir nicht einfach einen Buchhalter zusätzlich einstellen, der sich darum kümmert, sondern müssen das alles nebenbei selbst machen“, sagte Björn Wünsche.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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