OLDENBURG - Ein Oldenburger steht im Mittelpunkt eines weltweiten Anlagebetrugs. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat jetzt Anklage gegen den 67-Jährigen erhoben. Bandenbetrug wird dem in U-Haft sitzenden Mann vorgeworfen. Das teilte Oberstaatsanwalt Ralf Möllmann am Dienstag auf Anfrage mit .
Zusammen mit zehn weiteren Beschuldigten (u.a. aus der Schweiz und Kanada) soll der Oldenburger zwischen Juli 2006 und November 2011 rund 1800 Anleger mit Anteilen an der New Yorker Firma Business Capital Investors (BCI) um etwa 60 Millionen Euro geprellt haben.
Die Staatsanwaltschaft geht nach den Worten von Ralf Möllmann davon aus, dass es sich bei dem 67-Jährigen aus dem Stadtteil Ofenerdiek um den Haupttäter und damit auch um den Kopf der Bande handelt.
Der Großteil der Millionen blieb verschwunden. Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte aber eine Jacht auf den Niederländischen Antillen. Die Jacht im Wert von 1,3 Millionen Euro werde dem Oldenburger zugerechnet.
Nach Recherchen der Staatsanwaltschaft wurden die BCI-Anteile über Finanzberater in ganz Deutschland vertrieben. Anleger lockte man mit einer Rendite von mehr als 15 Prozent. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei der BCI um ein Schnellballsystem handelte und vermeintliche Erträge aus neu angeworbenen Einlagen gezahlt wurden. Die Rendite war unserer Meinung nach nie zu erzielen. Schließlich wurden die Finanzberater auch noch mit Provisionen ausgestattet, so Möllmann.
Das schon seit Jahren laufende Ermittlungsverfahren sei zwischenzeitlich zum Teil eingestellt gewesen, weil die Anleger sich nicht geschädigt fühlten. Stiftung Warentest hatte allerdings schon 2005 vor BCI gewarnt und das Unternehmen auf seiner Warnliste geführt.
Am 28. November 2011 schlug die Staatsanwaltschaft zu (
