OLDENBURG - OLDENBURG/KRA - Trotz gegensätzlicher Befürchtungen von Eltern werden 19 hörbehinderte Kinder aus der Region im August einen Platz im Kindergarten des Oldenburger Landesbildungszentrums für Hörgeschädigte bekommen. Dies hat Oberstudiendirektor Manfred Isstas, Leiter des Zentrums, gestern gegenüber der NWZ versichert.

Ein an die Eltern gerichteter Brief der Kindergartenleitung hatte zu erheblichen Irritationen geführt: „Leider ist die Aufnahme Ihres Kindes stark gefährdet“, heißt es darin. Begründet wurde dies mit dem Hinweis auf vermutete Planungen, zwei Erzieherinnen des Kindergartens in das Schulinternat zu versetzen, weil dort befristete Stellen gestrichen werden sollten.

Isstas widersprach gestern Einschätzungen von Elternratsvertretern, dass der Kindergarten von der Landesregierung als überflüssig angesehen werde, und kritisierte „Panikmache“, der offensichtlich ein Missverständnis zugrunde liege. Die Kindergartenleitung habe den Eltern einen Brief geschrieben, weil sie Stellenstreichungen befürchtet habe, die in Wirklichkeit aber gar nicht geplant gewesen seien: „Für uns ist ganz klar, dass die Verträge der beiden Nachtwachen im Schulinternat verlängert werden“, erklärte der Oberstudiendirektor, insofern gebe es im Stellenplan des Kindergartens keine negativen Veränderungen.

Insgesamt werden im Kindergarten des Landesbildungszentrums derzeit 42 Kinder betreut; 20 verlassen bis Ende August die Einrichtung. „Ich garantiere die Aufnahme von 39 Kindern zum 1. August“, versicherte Isstas gestern besorgten Eltern. Er kritisierte zugleich, dass die Eltern sich mit ihren Sorgen nicht direkt an ihn persönlich gewandt hätten.

Infos zum Bildungszentrum: www.lbzh-ol-schule.kwe.de