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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

LzO setzt auf ihre Filialen und eine neue Service-Firma

31.08.2019

Oldenburg Angesichts der Herausforderungen im Bankensektor setzt die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) weiter auf einen eigenen, bisher ungewöhnlichen Weg:

Die Großsparkasse will ihr Filialnetz erhalten und dort mit erweiterten Öffnungszeiten sowie Video-Beratung punkten. Und sie will ihre Abläufe optimieren – und bringt dazu 150 Mitarbeiter in eine externe Servicegesellschaft aus der Sparkassen-Finanzgruppe (elf Standorte/2350 Mitarbeiter) ein. Das erläuterte Vorstandsvorsitzender Michael Thanheiser mit seinen Vorstandskollegen Olaf Hemker (Firmenkunden), Jürgen Rauber (Marktfolge) und Tanja-Vera Asmussen (Privatkunden).

Konkret kündigte Thanheiser die Gründung eines neuen Unternehmens gemeinsam mit der S-Servicepartner Deutschland GmbH (getragen von einigen Sparkassen) am Standort Oldenburg an. Mit dem Unternehmen und dem Wissen dort wolle man „gemeinsam Arbeitsabläufe für unsere Kunden optimieren“, erläuterte Jürgen Rauber. Auch werde man „die zunehmenden regulatorischen Anwendungen noch effizienter umsetzen“.

Die rund 150 Mitarbeiter, die eingebracht werden, bleiben weiterhin bei der LzO (rund 1600 Mitarbeiter) angestellt, betonte der Vorstand. Der Personalrat sei einbezogen worden, und die Mitarbeiter seien in dieser Woche über die nun beschlossene Firmengründung zum 1. Januar 2020 informiert worden. Wahrscheinlich werde die neue Firma mit kostengünstigen Prozessen auch für weitere Sparkassen in Niedersachsen tätig werden.

Als Hintergrund dieses Schrittes gelten der enorme Kostendruck im Finanzsektor, der durch die lange Niedrigzinsphase noch verstärkt worden ist, sowie Digitalisierung und Automation. Ihre Chancen sollen zur Effizienzsteigerung genutzt werden. Thanheiser nannte als Beispiel arbeitsintensive Abläufe bei einem Pfändungsfall. Es gehe nicht um direkte Kundenkontakte, sondern „Marktfolge“.

Im Gegensatz zu anderen Banken stehen Filialschließungen bei der LzO nicht an. „Wir haben gegenwärtig 112 Filialen, davon 27 SB-Stellen“, erläuterte LzO-Pressesprecher Andreas Renken. „2018 haben wir keine Filiale geschlossen, vielmehr eine neue in Friedrichsfehn eröffnet. 2019 haben wir bis heute keine Filiale geschlossen und wir planen es auch nicht.“

Das neue Vorstandsmitglied Tanja-Vera Asmussen sagte: „Wir haben uns entschieden, entgegen dem allgemeinen Trend unsere Filialen flächendeckend deutlich aufzuwerten.“ Man wolle „Beratungsgespräche wie auch Serviceleistungen durchgehend von 8 bis 20 Uhr an sämtlichen Standorten anbieten“. Dies soll mit Personal vor Ort erfolgen, oder – bei dessen Abwesenheit – mit der Möglichkeit eines Video-Kontakts zu einem Ansprechpartner in der Zentrale. Da könne es etwa um Hauskauf oder Altersvorsorge gehen, oder auch um Notfälle wie die Sperrung einer Karte. Das System heißt Amalie, „frei nach der Herzogin Amalie von Oldenburg“. Es ist bereits in Friedrichsfehn und Bakum im Einsatz. Etwa um den Jahreswechsel sollen Roffhausen und Neuenkirchen-Vörden folgen. Mittelfristig sollen alle Standorte mit einem separaten Raum, Zugang per EC-Karte und Video-Technik ausgestattet werden, die Zahl der Berater soll um 50 erhöht werden, kündigte die LzO an. Zugleich sollen Onlinebanking und Sparkassen-App weiter ausgebaut werden.

Im operativen Geschäft legte die LzO im ersten Halbjahr weiter zu – „trotz eines schwierigen Umfeldes mit Niedrigzinsen und wachsenden globalen Konjunkturrisiken“, wie Thanheiser betonte. Bis Ende Juni wuchs das Kreditvolumen im Jahresvergleich um 1,3 Prozent auf fast acht Milliarden Euro, wie Olaf Hemker erläuterte. Wohnungsbau- und Investitionsdarlehen legten um zwölf Prozent zu. Die Kundeinlagen nahmen um 1,4 Prozent auf 7,8 Mrd. Euro zu.

Kehrseite der vielen Guthaben: Die LzO musste bis Juni für Einlagen rund eine Million Euro an „Strafzinsen“ an das EZB-System zahlen.

Zur Ertragsentwicklung hieß es, die Zahlen würden im Plan liegen, mit leicht steigenden Zins- und Provisionsüberschüssen. Man erwartet – wie traditionell – ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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