OLDENBURG - Ein Autofan könnte sich für das Geld rund 805 nagelneue VW Cabrios oder etwa 340 Porsche Cayenne Tiptronic mit sechs Zylinder-Motor und 300 PS leisten. Oder wie wäre es mit einem Geldbad ` la Dagobert Duck in über zwei Milliarden Cent-Stücken? Auch könnte man rund 528 Kilobarren Gold (Interbanken-Kurse von Mittwoch) in sein Regal stellen oder sich ein Bürgerhaus im Musikantenviertel kaufen – und es würden immer noch 19 845 902,70 Euro übrig bleiben. Auch der Kauf einer eigenen Insel mit 80 900 Quadratmetern für 8 500 000 Euro im Korallenriff von Tahaa (Pazifischer Ozean) wären kein Problem. Es würden immer noch 12 125 907,70 Euro übrig bleiben.

Möglich könnte das der ausgefüllte Lotto-Schein eines Spielers aus Brandenburg machen. Er kreuzte die richtigen sechs Zahlen plus Superzahl an, was ihm 20 625 902,70 Euro einbrachte. Das ist der größte Gewinn eines Lottospielers aus Brandenburg seit 2009.

Sven Litke, Leiter Vermögensmanagement bei der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO), rät als ersten Schritt zu einem Gespräch mit einem Fachmann. „Er erstellt zusammen mit dem Kunden einen Finanzplan, berücksichtigt seine Ziele und Erfahrungen. Das Ganze erfolgt durch eine Art Frage-Antwort-Spiel“, so Litke. Der gleichen Meinung ist auch Steffen Opitz, Leiter Private-Banking bei der Oldenburgischen Landesbank (OLB). Von einer Anlage in Gold rät Opitz jedoch ab: „Gold kann man nicht essen oder atmen. Es ist eine rein psychologische Währung.“ Überhaupt würde eine Anlage sich von den Sorgen und Nöten der Menschen ableiten.

Auf jeden Fall ist ratsam, dass Geld auf eine Bank zu bringen. Nehmen wir an, dass es auf die über 20 Millionen Euro ein Prozent Zinsen monatlich bei einer Bank gebe. Dann könnte man gut von diesen rund 17 188 Euro Zinsen pro Monat leben. Der Gewinn an sich ist steuerfrei. Jedoch erliegen die erwirtschafteten Gewinne der Steuerpflicht. Trotzdem: Die mehr als 20 Millionen Euro bleiben natürlich dennoch auf dem Konto.

Tanja Mikulski
Tanja Mikulski Redaktion Münsterland