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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Agil auf rasante Veränderungen reagieren

16.05.2018

Oldenburg Manche Märkte verändern sich heute so schnell, dass Unternehmen oder Unternehmensbereiche mit klassischen Strukturen nur noch schwer darauf reagieren können. Dass man darauf auch anders, nämlich agil, reagieren kann, zeigte Steffen Köster, Leiter Marketing bei der Leeraner Handelsgruppe Bünting, am Montagabend beim Club-Abend des Marketing-Clubs Weser-Ems in der Klinkerburg in Oldenburg auf.

Er setzt in der rund 30-köpfigen Marketingabteilung von Bünting auf flexibles und bewegliches, kurz agiles Marketing. Neben Prozessen und neuen Maßnahmenkatalogen spiele dabei der Mensch die entscheidende Rolle. „Ganz wichtig ist es, am Rollenverständnis zu arbeiten“, sagte Köster. Agile Mitarbeiter seien per se nichts anderes als „Selbstentwickler“. Organisatorisch bedeutet dies, weniger in Pyramiden und Hierarchien zu denken, sondern den Fokus auf teambasierte Ablauforganisationen zu legen.

Das schlage sich auch in der Arbeitsweise nieder. „Das größte Ziel ist es, ein selbstorganisiertes Team zu haben“, sagte er. Bei Bünting gehe dies so weit, dass die Redaktionssitzungen der Marketing-Abteilung ohne ihn als Leiter stattfinden würden.

Für die Führungskraft bedeute dies, sich in den Dienst des Teams zu stellen. In agilen Organisationen seien sie nicht kontrollierende Vorgesetzte, sondern dafür da, „zu entwickeln, zu beschützen und in die richtige Richtung zu weisen“, so Köster.

Zugleich verfolge der Ansatz das Konzept der maximalen Flexibilität. Das klassische Projektmanagement werde auf den Kopf gestellt. Die Umsetzung von Projekten erfolge nicht plangetrieben, sondern „vision driven“, wie Köster es nannte. Zu Beginn seien einzig der Termin, also die Zeit für die Umsetzung, und die Kosten, also das Budget, fix. Alle weiteren Schritte richteten sich daran aus.

Dabei müsse der agile Ansatz gar nicht immer zu einem „Höher, schneller, weiter“ führen. Er mache zumindest „wandlungsfähiger“, sagte Köster. Es sei „eine andere Art zu arbeiten“.

Köster ist überzeugt von dem agilen Ansatz. Mitarbeiter wollen motiviert und engagiert arbeiten und informiert und wertschätzend geführt werden. Er verwies auf eine Gallup-Studie, wonach schlechte Vorgesetzte die deutsche Wirtschaft jährlich bis zu 105 Milliarden Euro kosten würden. Denn nur 15 Prozent der Mitarbeiter seien mit Hand, Herz und Verstand bei der Arbeit. 70 Prozent leisteten nur Dienst nach Vorschrift. Und entscheidend für engagiertes und motiviertes Arbeiten sei, laut Studie, weniger ein hohes Gehalt, sondern vor allem eine herausfordernde und abwechslungsreiche Tätigkeit, Führungskräfte und Kollegen, sowie – an erster Stelle – die Möglichkeit, das tun zu können, was man richtig gut kann.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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