OLDENBURG - Der Bereich der Erneuerbaren Energien bringt im Nordwesten immer mehr Arbeitsplätze – nicht nur in Firmen, sondern auch etwa an der Universität Oldenburg und ihren angeschlossenen Instituten. Darauf wies Uni-Vizepräsident Professor Hans-Jürgen Appelrath am Mittwoch bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages für die Messe „Zukunftsenergien Nordwest“ hin, die am 5./6. März in der Oldenburger EWE Arena stattfindet.

Im Energiebereich der Hochschule (einschließlich Next Energy, ForWind und Offis) seien rund 120 Forscher tätig, und das „mit steigender Tendenz“. „Wir brauchen pro Jahr 30 bis 40 Nachwuchskräfte“, wies Appelrath auf den steigenden Bedarf hin.

So gesehen habe die Universität, die erstmals selbst eine Messe veranstalte (mit ForWind), ein besonders großes Interesse an dem Projekt. Er hoffe, es wirke „ansteckend“ auf Schüler. Die Optionen für ein Studium in der Region würden immer besser.

Vertreter von neun Organisationen aus Oldenburg, Bremen und Bremerhaven unterschrieben den Vertrag für die Messe, die nach der Premiere 2010 in Oldenburg dann 2011 in Bremen stattfinden soll. Bisher fahre man zu Branchen- und Jobmessen für Erneuerbare Energien vom Nordwesten aus immer zu anderen Standorten, wurde betont. Jetzt sei die Messe dort, wo sie hingehöre.

Oldenburgs Oberbürgermeister Gerd Schwandner sieht in der „Zukunftsenergien Nordwest“ ein „schönes Beispiel für die Zusammenarbeit in der Metropolregion“ Bremen/Oldenburg. Man müsse das Ende der Öl- und Kohle-Ära als Chance begreifen. Das Potenzial für den Nordwesten sei „enorm“. Bremens Umwelt-Staatsrat Wolfgang Golasowski betonte, die neuen Chancen könne man nur gemeinsam und arbeitsteilig nutzen.

Projektleiterin Corinna Wermke bezeichnete die Resonanz als „sehr groß“. 90 Prozent der Fläche seien gebucht. Zielgruppe der Messe seien u.a. Schüler, Studierende, Fachkräfte und Quereinsteiger.