OLDENBURG - In den Unternehmen Ullmann Einrichtungen, Ullmann Großhandel und Ullmann Holzwerkstätten trauert man um Seniorchef Rolf Schmidt. Der von allen Mitarbeitern geschätzte Kaufmann ist im Alter von 82 Jahren verstorben.

Er hatte auch in den vergangenen Jahren regen Anteil an der Entwicklung des 1836 gegründeten Oldenburger Traditionsunternehmens, dessen Teilhaber er seit 1954 und Alleininhaber seit 1962 war. Unter seiner Führung war in den folgenden Jahrzehnten aus dem Handel mit Tapeten, Stoffen und Tischdecken nicht nur ein erfolgreiches Möbel- und Teppichgeschäft mit drei Standorten in der Oldenburger Innenstadt gewachsen, sondern er baute auch sehr erfolgreich den Großhandel an der Ammerländer Heerstraße mit mehreren Niederlassungen in Deutschland aus.

Zur Feier des 150-jährigen Bestehens der Firma Ullmann 1986 hatte Rolf Schmidt im Alter von 60 Jahren vor den damals 80 Mitarbeitern gesagt: „Wir wollen nicht aufhören zu lernen, wollen uns nicht zu sehr ausruhen auf den Lorbeeren vergangener Tage. Und Ihr Jüngeren seid aufgeschlossen, freundlich, wissbegierig.“

Der in Oldenburg geborene Unternehmer fühlte sich der Region und der Stadt verbunden, stellte hohe Ansprüche an sich und setzte sich für andere Menschen und karitative Zwecke ein. Er war ein ausgewiesener Familienmensch, so freute er sich – gemeinsam mit seiner Frau Gertrud – über sechs Enkelkinder.

Rolf Schmidt vertrat das Unternehmen in der Deutschen Teppichgilde und pflegte gute Verbindungen in die Länder, aus denen er die Orientteppiche importierte. Er zeigte die Vielfalt dieses Genres in Ausstellungen in der Weser-Ems-Halle. Heute führen seine Söhne Frieder Schmidt (Ullmann Einrichtungen) und Hartwig Schmidt (Max Ullmann, Wechloy) die Firmen. Rolf Schmidt wurde am 2. Januar auf dem Friedhof der Evangelischen Kirche in Ofen beigesetzt.