OLDENBURG - Immo Vahl ist tot. Der Inhaber und Seniorchef des Unternehmens Munderloh starb am Montag im Alter von 77 Jahren. Vahl hatte die Geschäftsführung des Fahrrad-, Nähmaschinen- und Autohandels 1966 von seinem Onkel Georg Munderloh übernommen. Die Trauerfeier findet am Freitag, 14. August, ab 11 Uhr in der Garnisonkirche, Peterstraße 41, statt.

Noch im März dieses Jahres hatte Vahl mit seinen Mitarbeitern und Kunden das 150-jährige Bestehen von Munderloh gefeiert und dabei erklärt, dass er sich der königlichen Kaufmannstradition verpflichtet fühle: „Es gibt viele Kunden, die die persönliche Beratung in einem Fachgeschäft und das Vertrauen schätzen“, umriss er sein Credo. In einem Trauerschreiben des Unternehmens hieß es am Mittwoch: „Seine Schaffenskraft und sein Unternehmergeist sowie seine fürsorgliche Art haben uns stets beeindruckt. Es ist uns eine Verpflichtung, das Lebenswerk unseres Chefs in seinem Sinne fortzuführen.“ Munderloh beschäftigte im März insgesamt 65 Mitarbeiter.

Immo Vahl pflegte die Tradition, war aber immer offen für technische Innovationen. Die Entwicklung der Marke Citroën verfolgte er stets aufmerksam. Den Autohandel seines Unternehmens verlegte er 1972, u.a. wegen der bevorstehenden Umwandlung der Innenstadt zur Fußgängerzone, an die Kreyenstraße und baute es zu einem der größten Citroën-Häuser Deutschlands aus – und zum Teilegroßhandel für Autohäuser der Marke weit über den Nordwesten hinaus. 1984 holte er seinen Sohn Karsten Vahl ins Unternehmen, der es mit seinem Vater und Wolfgang Pautz führte. Auch im Fahrradhaus stellte der Seniorchef vorausschauend Weichen; 2005 beteiligte er die langjährigen Mitarbeiter Erwin Martens und Kai Hullmann als Mitgesellschafter am Unternehmen.

Immo Vahl liebte in seiner Freizeit das Wasser und die Musik und gehörte zu den Förderern des Oldenburger Turnerbunds. Dort gehörte er auch zu den 14 Förderern, die einen Stiftungsfonds einrichteten.