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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Vom Schwamm lernen, heißt siegen lernen!

18.10.2018

Oldenburg Stellen Sie sich folgende Situation vor: Nach einer langen Reise müssen Sie – vollgepackt mit zwei großen Taschen und einem schweren Koffer – beim Parkdeck am Flughafen in den vierten Stock, dort steht Ihr Auto. Doch am Fahrstuhl ist mit Panzer-Tape ein Schild mit der Aufschrift ‚Defekt‘ angebracht. Wie reagieren Sie?

Den meisten rutscht da vermutlich ein genervtes „Warum passiert ausgerechnet mir das heute?“ heraus. „Menschen mit hoher Resilienz sind da entspannter, getreu dem Motto ‚Jeder Gang macht schlank‘“, weiß Dr. Denis Mourlane. Der Diplom-Psychologe erklärte beim NWZ-Impulse-Vortrag am Dienstagabend im Oldenburger PFL den mehr als 300 Gästen, warum manche Personen schwierige Situationen mit einer größeren Leichtigkeit meistern als andere.

NWZ Impulse: Hier erfahren Sie alles über unsere Vortragsreihe

Resilienz: Ein Wort, das die Autokorrektur des Smartphones vom Autor dieser Zeilen übrigens nicht kennt, obwohl es in der Psychologie in den letzten Jahren eine immer größere Bedeutung bekommen hat. Darunter versteht man die von Mensch zu Mensch unterschiedliche Fähigkeit, mit Druck, mit Veränderungen, Ungewissheit und Rückschlägen im Leben umzugehen. Dr. Denis Mourlane erklärt dies am Beispiel eines Schwammes: „Unter Druck verändert er sich, kehrt dann aber relativ schnell in seine Ursprungsform zurück“, erklärt der Unternehmensberater und Coach.

Für ihn ist es „die unentdeckte Fähigkeit der wirklich Erfolgreichen“ – so auch der Titel des Vortrags. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Physik.

Die psychische Widerstandskraft wird demnach von sieben Faktoren beeinflusst, zu denen neben der Emotionssteuerung (Gefühle bewusst wahrnehmen und steuern) unter anderem auch die Impulskontrolle gehört. Diese Fähigkeit verlor der frühere Fußballstar Zinedine Zidane ausgerechnet im letzten großen Spiel seiner Karriere, dem WM-Finale 2006. Sein Kopfstoß gegen den Italiener Materazzi schadete nicht nur ihm, sondern auch seinem Team: Italien holte den Titel.

Um seine eigene Resilienz zu stärken, resistenter gegen Stress zu werden und damit auch seine Gesundheit zu verbessern gibt es verschiedene Strategien. „Jemand der untrainiert ist, mag zwar auch einen großen Lauf bestehen – ein Athlet wird sich aber schneller davon erholen“, beschreibt der Referent die Wichtigkeit von bewussten Übungen. Eine Hauptrolle spielen dabei die psychologischen Grundbedürfnisse wie Bindung, Selbstwerterhöhung, Kontrolle und Unlustvermeidung. Diese sollten regelmäßig überprüft und verinnerlicht werden.

Ein weiteres Werkzeug ist die Entscheidung: „Wenn es Ihnen schlecht geht, verändern Sie es“, appelliert Denis Mourlane. „Auf der Arbeit stört Sie etwas? Reden Sie mit dem Chef!“ Können Situationen jedoch nicht verändert werden ist es sinnvoll, dies zu akzeptieren und sich auf das Beeinflussbare zu konzentrieren. Als Beispiel dafür führt Dr. Denis Mourlane Nelson Mandela auf. Dieser saß als politischer Gefangenschaft wegen seines Kampfes gegen die Apartheid in Südafrika insgesamt rund 27 Jahre im Gefängnis, musste Strafarbeit leisten – später kam er bekanntermaßen zurück und wurde für sein Engagement mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Vier Stockwerke am Parkhaus zu überwinden ist da doch ein Kinderspiel, oder?

Den nächsten Impulse-Vortrag hält Johannes Warth zum Thema Achtsamkeit & Sinn am 27. November, 19.30 Uhr (Einlass: 19 Uhr), im Kulturzentrum PFL (Peterstraße 3 in Oldenburg). Karten:  Tel. 0 25 61/69 56 51 70 oder unter www.sprecherhaus.de.

Sehen Sie hier ein Interview Interview von MRadio mit Dr. Denis Mourlane zum Thema Resilienz:

Christian Ahlers Redakteur / Online-Redaktion
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