OLDENBURG - Der Fliegerhorst sollte nicht nur ein Gebiet für Stadtplaner sein, einige Bereich sollten auch in ihrer ökologischen Bedeutung wahrgenommen werden. Dieser Ansicht ist der Naturschutzbund Oldenburg und hat bei der Stadt und dem Landkreis Ammerland beantragt, Flächen im Norden und im Osten der einstigen Militärfläche zum Naturschutzgebiet zu erklären.
Nabu-Vorstandsmitglied Renate Heim begründete den Vorschlag damit, dass sich im Laufe der Jahre am Rand des Fliegerhorstes „höchst wertvolle Magerrasen und andere Trockenbiotope gebildet hätten, die geradezu zu einer Arche für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten geworden sind“. Im Zusammenhang mit der Nährstoffarmut dieser Flächen hätten sich hier „Arten behaupten können, die in unserer Landschaft sonst weitgehend verschwunden sind, da sie sich dort gegenüber den stärker wachsenden Arten nicht behaupten können“, erklärte die Biologin am Donnerstag.
Von der „besonderen Artenfülle in diesen nährstoffarmen Biotopen“ schwärmte auch Nabu-Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers: Heidenelke und Grünspecht, Kartäusernelke und Nachtigall, Bläuling und ein seltener Falter namens Kleines Wiesenvögelein fänden hier ein Dorado und bereicherten die Flora und Fauna dieses Gebiets.
Sollten Teile des Fliegerhorstes unter Naturschutz gestellt werden, dann, so Wohlers, werde „das Mosaik der ohnehin als schutzwürdig anerkannten Bereiche verdichtet und mit einer Pufferzone umgeben“. Im Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt wäre es ein gutes Zeichen, „wenn deren konsequenter Schutz hier umgesetzt würde“, appellierte der Nabu-Geschäftsführer.
Der aus Naturschutzgebiet vorgeschlagene Bereich des Fliegerhorstes liegt zu zwei Dritteln im Stadtgebiet und zu einem Drittel auf Metjendorfer Gelände im Ammerland – vor allem rund um das ehemalige Munitionsdepot.
