OLDENBURG - Viele christliche Glaubensrichtungen machen bei der Aktion mit. Jede Kirche zeigt ihre ganz eigenen Stärken.
Von Klaus Fricke
OLDENBURG - Anderswo hat man gute Erfahrungen gemacht (lies: Tausende von Besuchern) „was liegt näher, als dass auch wir in Oldenburg eine Lange Nacht der Kirchen ausrichten“, sagt Pastor Dr. Ralph Hennings. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Oldenburg fand mit seinem Vorschlag offene Ohren. Resultat: 25 christliche Kirchen und drei kirchliche Einrichtungen machen mit am Sonnabend, 15. Juni, zwischen 19 und 24 Uhr.„Warum auch nicht?“, meint der katholische Pastoralreferent Heinz-Peter Hahn, der von einer „unglaublichen Bereitschaft“ der meisten Angesprochenen zu berichten weiß. Und während alle noch schwärmen von den Kirchen als attraktivem Ziel in einer Sommernacht, haben zwei katholische die Gunst der Stunde genutzt: In St. Marien geht es sogar bis 5 Uhr morgens, und St. Michael macht nach kurzer Nachtruhe am 16. Juli morgens gleich weiter.
Um Konkurrenz geht es in dieser ersten Oldenburger Kirchennacht aber überhaupt nicht. „Eigentlich ist die Kirchentrennung doch skandalös. Wir wollen zeigen, dass wir alle Jesus als gemeinsame Basis haben“, betont Pastor Martin Seydlitz (Baptisten).
Auf ein gemeinsames, alle Teilnehmer verpflichtendes Thema habe man aber verzichtet, merkt Pastor Tessen von Kameke an. „Jeder soll seine Stärken zeigen, kann die Nacht so ausgestalten, wie er möchte.“ So setzt die eine Kirche im Programm auf Gottesdienste und Besinnung, andere bieten viel Musik und Unterhaltung oder zeigen voller Stolz ihre denkmalgeschützten Gebäude. „In allen Gemeinden haben sich Menschen mit Herzblut und allen ihren Möglichkeiten dafür eingesetzt, dass ,ihre’ Kirche an diesem Abend offen und einladend ist“, erklärt Hennings.
So hoffen alle, dass nicht nur die Nachbarn vorbeischauen – auch weiter Reisende sind gern gesehen. Ideal für eine Kirchen-Rundreise ist darum der Freifahrtschein im Bus: Jeder, der das Programm der Kirchennacht vorlegt, darf am 15. Juli zwischen 19 und 0.30 Uhr die Fahrzeuge der VWG kostenlos benutzen.
