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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Mancher wird älter als er dachte

11.11.2017

Oldenburg Mit der Anfang 2018 kommenden Reform für künftige Betriebsrenten in Deutschland wird diese Schiene der Altersvorsorge – neben gesetzlicher Rente und privater Vorsorge – noch attraktiver. Das wurde beim „Oldenburger Altersvorsorge-Forum“ in der Alten Fleiwa deutlich. Die Neuregelung sieht u.a. weniger Finanzierungsrisiken für Unternehmen, mehr Anreize für die Absicherung niedriger Einkommen und generell erhöhte steuerliche Förderung von Beiträgen vor. Erwartet wird auch eine höhere zahlenmäßige Durchdringung der Belegschaften.

Die Veranstaltung mit etwa 50 Gästen wurde vom Oldenburger Institut für Altersvorsorge (Oifa) gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren bei der Oldenburgischen IHK angeboten. Deutlich wurde: Für viele Unternehmer und Personalchefs ist die betriebliche Altersvorsorge ein Thema. Dies gilt auch im Hinblick auf die Gewinnung und das Halten von Mitarbeitern, wie auch die Personalmanagerin Wibke Thormählen von der Immobiliengruppe ECE (Hamburg) andeutete. ECE etwa bietet neuen Arbeitnehmern ein Modell, für das das Unternehmen zwei Prozent des Gehalts zusätzlich zahlt, wenn der Arbeitnehmer zumindest ein Prozent selbst leistet. Wichtig ist laut Thormählen, die Teilnahme zum Regelfall zu machen. Wer sie nicht wolle, solle per Satzung ausdrücklich der Teilnahme widersprechen müssen.

Oifa-Gründer und Vorsitzender Michael Hollmann riet Personalern, sich über die neuen Möglichkeiten zu informieren, die Mitarbeiter aufzuklären und sie später transparent zu informieren.

Experte Gerrit Mesch vom Beratungsunternehmen BDO in Oldenburg wies unter anderem auf künftig veränderte Haftungsbedingungen hin. Die Haftung für die Versorgungsanspruch-Zusagen werde an einen Externen (also Versicherer) abgegeben. Damit wird Betrieben eine Sorge genommen. Dies könne die betriebliche Altersvorsorge nach vorn bringen. Auch gebe es neue steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten, auch mit Blick auf ein mögliches Ausscheiden von Arbeitnehmern.

Der Berliner Professor Richard Stehle plädierte generell für mehr Aktien in der privaten und betrieblichen Altersvorsorge. Er arbeitete heraus, dass die Renditen etwa mit deutschen Standardaktien langjährig fast immer besser waren als mit Zinspapieren wie Bundesanleihen. Die Rendite-Unterschiede wirkten sich langfristig erheblich aus. Und viele Menschen würden „älter, als sie selbst gedacht hatten“. Es sei bedauerlich, dass die Deutschen so wenig von den Erträgen ihrer guten Unternehmen profitierten, klagte Stehle. Stattdessen kassierten etwa kalifornische Lehrer, deren Pensionsfonds die Chancen in Deutschland nutzen würden, ab.

Das Oldenburger Institut für Altersvorsorge will sein zentrales Thema weiter voranbringen – und plant weitere Veranstaltungen, wie Hollmann ankündigte.


     www.oifa.de 
Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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