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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Aufsichtsratssitzung wird mit Spannung erwartet

07.09.2017

Oldenburg Mit Spannung blicken viele Mitarbeiter und Kunden der EWE auf die anstehende Aufsichtsratssitzung des krisengeplagten Energieversorgers. Eine Erwartung wird das Kontrollgremium allerdings an diesem Freitag, 8. September, nicht erfüllen: Es wird auch diesmal keine Kandidaten für den seit Monaten arg ausgedünnten Konzernvorstand benennen.

Nach Informationen der NWZ soll es bei der Sitzung in Oldenburg ausschließlich um das Thema Vergangenheitsbewältigung gehen. Den 20 Aufsichtsratsmitgliedern liegen inzwischen die ausführlichen Berichte der Wirtschaftsprüfer von KPMG und der Rechtsberater von DLA Piper zu den verschiedenen Vorwürfen gegen EWE und einzelne Mitarbeiter vor. Über die Berichte wollen die Mitglieder am Freitag „abschließend“ beraten, heißt es.

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Die EWE befindet sich seit Monaten im Krisenmodus. Der eigentlich fünfköpfige Vorstand besteht nur noch aus zwei Personen, das ist die vorgeschriebene Mindestzahl. Ein Vorstandschef fehlt seit dem Rauswurf von Matthias Brückmann, der wegen mehrerer grober Verstöße gegen Unternehmensregeln gehen musste.

Vorwürfe waren auch gegen die Vorstandskandidaten Timo Poppe und Torsten Maus laut geworden, die daraufhin ihren Verzicht auf einen Sitz in der Chefetage erklärten. Dazu sollen jetzt ebenso fertige Prüfberichte vorliegen wie zu Korruptionsvorwürfen bei der Unternehmenstochter EWE Netz.

Dort sollen Mitarbeiter für Aufträge an Fremdfirmen Gegenleistungen verlangt haben. Ein weiteres Thema sind Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung von Gehaltszuschlägen für Mitarbeiter ebenfalls bei EWE Netz; angeblich sind jahrelang Sozialabgaben nicht korrekt abgeführt worden.

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„Wir werden das abschließend behandeln“, kündigte Heiner Schönecke an, Mitglied des Aufsichtsratspräsidiums. Noch am Freitag soll über notwendige Konsequenzen aus den Prüfergebnissen entschieden werden.

Die Themen Korruption und Sozialabgaben beschäftigen auch die Staatsanwaltschaft. Deren Ermittlungen sind aber noch nicht abgeschlossen.

Wann die vakanten Vorstandsposten besetzt werden können, ist ebenfalls offen. Laut Aufsichtsratschef Bernhard Bramlage sollen die Personalentscheidungen aber noch in diesem Jahr fallen.

Karsten Krogmann
Redakteur
Reportage-Redaktion
Tel:
0441 9988 2020

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KPMG | EWE | EWE Netz | Staatsanwaltschaft

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