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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Warum bei der OLB der halbe Aufsichtsrat ausgetauscht wird

15.03.2018

Oldenburg Seit Anfang Februar ist die Übernahme der Oldenburgischen Landesbank (OLB) durch die Bremer Kreditbank (BKB) auch offiziell perfekt. Am Freitag steht nun in der kleinen EWE-Arena in Oldenburg der nächste Schritt im Zuge des vollständigen Übernahmeprozesses an. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung soll der halbe Aufsichtsrat der OLB ausgetauscht werden. Fragen und Antworten zu den Hintergründen:

Worum geht es bei der OLB-Hauptversammlung?

Auf der Tagesordnung der außerordentlichen Hauptversammlung der OLB am Freitag steht nur ein einziger Punkt: die Neuwahl von sechs Anteilseignervertretern in den Aufsichtsrat. Andere Themen, etwa die geschäftliche Entwicklung der OLB, stehen nicht zur Debatte, erläuterte OLB-Sprecherin Britta Silchmüller. Anders als bei ordentlichen Hauptversammlungen wird im Anschluss auch kein Mittagessen angeboten. Verlangt hat die Einberufung des außerordentlichen Aktionärstreffens übrigens nicht die BKB, sondern der vorherige Mehrheitsaktionär, die Allianz Deutschland AG.

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Wie ist der Aufsichtsrat zusammengesetzt?

Dem Aufsichtsrat der OLB gehören zwölf Mitglieder an. Wie bei Aktiengesellschaften üblich, ist das Gremium paritätisch besetzt. Das heißt, sechs Vertreter werden von den Anteilseignern gestellt und sechs von den Arbeitnehmern. Bei der außerordentlichen Hauptversammlung am Freitag geht es nur um die Neuwahl der sechs Vertreter der Anteilseignerseite.

Wer scheidet aus dem OLB-Aufsichtsrat aus?

Neben dem Aufsichtsratsvorsitzenden Rainer Schwarz, einem langjährigen Manager beim früheren OLB-Großaktionär Allianz, sollen auch Werner Brinker, Andreas Georgi, Peter Hermeling, Petra Pohlmann und Carl-Ulfert Stegmann ausscheiden. Turnusmäßig hätte ihre Amtszeit mit der ordentlichen Hauptversammlung 2018 geendet. Nun würden sie ihre Mandate schon etwa zwei Monate früher mit Beendigung der außerordentlichen Hauptversammlung niederlegen. Kleine Randnotiz: Mit dem Ausscheiden des früheren EWE-Vorstandschefs Werner Brinker und des Alleinvorstands der AG Reederei Norden-Frisia, Carl-Ulfert Stegmann, gehört womöglich erstmals überhaupt in der OLB-Geschichte auf Anteilseignerseite niemand aus dem Weser-Ems-Gebiet mehr dem Aufsichtsrat der Regionalbank an.

Wer soll neu in das Gremium einziehen?

Die neuen Mehrheitsverhältnisse bei der OLB sollen sich künftig auch im Aufsichtsrat widerspiegeln. Mit Axel Bartsch, Chris Eggert, Jenny Lutz, Jutta Nikolic und Jens Rammenzweig sind fünf der sechs vorgeschlagenen Kandidaten für den neuen Großaktionär BKB tätig. Als sechstes Mitglied für das Kontrollgremium hat die Allianz Wolfgang Klein vorgeschlagen, der in der Vergangenheit unter anderem Vorstandsvorsitzender bei der Postbank und Vorstandsmitglied bei der österreichischen Bank Bawag war und heute als selbstständiger Unternehmensberater tätig ist. Sollten die Kandidaten gewählt werden, soll Axel Bartsch, Vorstandsvorsitzender der BKB, als neuer Aufsichtsratsvorsitzender vorgeschlagen werden.

Ist mit Überraschungen zu rechnen?

Nein. Die BKB verfügt über eine komfortable Mehrheit und hält – nach den letzten bekannten Informationen – 95,3 Prozent der Anteile an der OLB. Gegenanträge und alternative Wahlvorschläge liegen nicht vor.

Wie lange bleibt die OLB noch an der Börse?

Einen genauen Termin gibt es noch nicht. In nicht allzu ferner Zukunft dürften die Tage der Börsennotierung der OLB aber gezählt sein. Bereits am 7. Februar hatte die BKB einen sogenannten „Squeeze Out“ angekündigt. Solch ein „Hinausdrücken“ der verbliebenen Kleinaktionäre gegen Zahlung einer Abfindung ist rechtlich zulässig, wenn ein Anteilseigner mehr als 95 Prozent der Anteile hält. „Wir wollen 100 Prozent Verantwortung“, hatte BKB-Vorstandschef Bartsch im Februar betont. Durch den „Squeeze-Out“ wolle die BKB eine „Vereinfachung der Konzernstruktur“ erreichen. Ein entsprechender Übertragungsbeschluss soll auf der nächsten ordentlichen OLB-Hauptversammlung, die im Mai, voraussichtlich am 16. Mai, stattfinden wird, gefasst werden. Wie hoch die Abfindung für die verbliebenen Kleinaktionäre sein wird, ist noch offen. Die BKB hat bislang lediglich eine „angemessene Barabfindung“ angekündigt.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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