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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Warum Schafe mitten im Oldenburger Hafen weiden

27.09.2019

Oldenburg Seit einigen Monaten weiden Schafe mitten im Oldenburger Hafen. Warum? Weil die sieben Auszubildenden der Unternehmensgruppe Rhein-Umschlag der Berufe Kauffrau/-mann für Büromanagement, Kauffrau/-mann für Speditions- und Logistikdienstleistungen sowie Fachkraft für Hafenlogistik in einem in diesem Jahr erstmals durchgeführten Azubiprojekt eine Schafswiese auf dem Freigelände im Hafen geplant und angelegt haben.

Mit diesem Projekt bewirbt sich Rhein-Umschlag um den Preis für Innovative Ausbildung (PIA) der NWZ. Mit dem Preis sollen Unternehmen aus dem Oldenburger Land gewürdigt werden, die in Sachen Ausbildung kreative Ideen haben und mehr tun als üblich.

Für das Azubi-Projekt von Rhein-Umschlag begannen die Planungen im Oktober 2018. Zunächst mussten die Auszubildenden dafür ein Organisationsteam bilden und Aufgaben verteilten. In regelmäßigen Abständen hielten sie anschließend Projektsitzungen ab, auf denen die Fortschritte besprochen und der Ausbildungsbeauftragten des Unternehmens und teilweise auch dem Geschäftsführer präsentiert wurden. „Dabei ging es nicht nur um das ,Was’, sondern auch um das ,Wie’“, heißt es in der Bewerbung. „Auf frei sprechen, präsentieren und argumentieren wurde Wert gelegt.“

Aus Sicherheitsgründen und zum Wohl der Schafe entschieden die Azubis, den Zaun nicht selbst zu bauen, sondern von einem Profi anfertigen zu lassen. Das warf die Frage nach Kosten und Finanzierung auf. Die Auszubildenden holten eigenständig Angebote von Zaunbauern an, verglichen sie und vergaben schließlich einen Auftrag. Im Anschluss wurde die Wiese von den Azubis eingemessen und die Zaunlinie für den Zaunbauer ausgepflockt.

Die Geschäftsführung stellte die finanzielle Unterstützung für den Zaun unter die Bedingung, dass ein möglichst großer Eigenanteil von den Azubis erwirtschaftet wird. Hierfür sollten bei Geschäftspartnern der Gruppe Sponsoringgelder eingeworben werden. Zudem warben die Auszubildenden in einem Brief an die Gesellschafter um Unterstützung für das Projekt. „Dabei ging es nicht primär um die Höhe der eingeworbenen Mittel, sondern um das Führen von ,schwierigen Telefonaten’ und das eigenständige Verfassen eines ,wichtigen Briefs’“, heißt es in der Bewerbung. Um auch einen eigenen Anteil zur Finanzierung beizutragen, organisierten die Azubis zudem eigenständig einen Bratwurstverkauf an Kollegen, Lkw-Fahrer und benachbarte Unternehmen.

Parallel informierten sich die Azubis über die artgerechte Haltung von Schafen, sprachen mit einem Profischäfer über einen geeigneten Stall und das nötige Futter. Mit Unterstützung eines professionellen Zimmerers wurden schließlich ein artgerechter Stall geplant und die notwendigen Materialien bestellt. Schließlich bauten alle Azubis in Eigenregie den Stall auf.

Im Mai 2019 war es dann soweit: Die Schafe zogen ein. Die kleine Herde von sieben Tieren gehört einem langjährigen Mitarbeiter, der sie für das Projekt an die Unternehmensgruppe „ausleiht“.

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Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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