OLDENBURG - Ausbildung kann auch international sein: Mit diesem Ansatz bewirbt sich das Evangelische Krankenhaus in Oldenburg um PIA. Vorstand Thomas Kempe, Pflegedirektorin Ursula Geller und Praxisanleiter Ernst Neumeister reichen die Ausbildung von Studierenden im HBO-V-Studium (höhere Krankenpflegeausbildung) der Hanzehogeschool Groningen ein. Die Kooperation bringe Mehrwert für beide Seiten. Man profitiere im medizinischen wie im menschlichen Bereich von neuen oder manchmal einfach anderen Perspektiven, hieß es.
Die niederländischen Studenten kommen mit umfassendem theoretischem Wissen, sie haben bisher aber praktische Fertigkeiten nur an Puppen erworben. Um dies in Einklang mit den Lernschwerpunkten des Krankenhauses zu bringen, wurde ein Konzept zur Begleitung erarbeitet und weiter angepasst. Im Mittelpunkt steht der Praxisanleiter, der koordiniert und die Studierenden gezielt und regelmäßig anleitet und auch bei den Reflexionsgesprächen auf den Stationen dabei ist. Er organisiert auch Fortbildungen zu grundlegenden Themen und eine Rotation der Einsatzorte, er sichtet die schriftlichen Ausarbeitungen, und er schult die Anleiter.
Zentrale Punkte im Konzept sind sorgfältige Vorstellungsgespräche in den Fachabteilungen (Ziele/Erwartungen), Anleitung nach Wochenplänen zur schnellen Kompetenzerlangung sowie regelmäßige Bewertung/Darstellung der Kompetenzentwicklung.
