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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Region glänzt mit tollen Ausbildungsideen

30.10.2018

Oldenburg „Die ganze Welt bedient sich an Ihren Ideen, Sie sind der beste Werbeträger für die Region.“ Mit diesen Worten eröffnete Lars Reckermann, NWZ-Chefredakteur, am Montag die Abschlussfeier der neunten Runde des Preises für Innovative Ausbildung PIA der NWZ im Theater Laboratorium. In den vergangenen Jahren hätten sich viele Ideen angesammelt, die andere zum Nachmachen animieren. Kreativität, Verantwortung und stetiges Lernen seien die Kernpunkte für eine gute Ausbildung.

Sage und schreibe 35 Bewerbungen sind in diesem Jahr in der Wirtschaftsredaktion eingegangen – ein Rekord. Bei so vielen kreativen Ausbildungsideen fiel der Jury die Auswahl daher auch ziemlich schwer. „Natürlich sind Sie alle Gewinner“, sagte Rüdiger zu Klampen, Leiter der NWZ-Wirtschaftsredaktion. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und der Digitalisierung sei es immens wichtig, mit kreativen Ausbildungsideen zu punkten, um Nachwuchskräfte auch langfristig ans Unternehmen zu binden.

Harold Grönke, Geschäftsführer der NWZ-Mediengruppe, appellierte in seiner Laudatio, neugierig und aufgeschlossen zu bleiben, Ungewohntes und Fremdes zuzulassen. Gepaart mit Mut und Selbstbewusstsein stünde einem erfolgreichen beruflichen Werdegang dann nichts mehr im Weg. Über den berühmten Tellerrand zu schauen sei wichtiger denn je, „in Zeiten, in denen Worte wie Innovation und Change Betriebe beschäftigen“, erklärte Grönke.

Genau das haben die Azubis bei EWE Tel, Cewe, der Popken Fashion Group und der Stadt Oldenburg getan. Andere Betriebe kennenlernen, selbst initiativ werden. „Denn nicht die Unternehmen, sondern die Azubis haben die Bewerbung eingereicht“, sagte Grönke. Die Belohnung: Der erste Preis. Ein Konzept, das Schule machen könnte: „Es ist oft besser, gute Ideen zu kopieren, statt etwas mit Mühe schlecht selbst umzusetzen“, erklärte Grönke.

Anke Evers, Fachbereichsleiterin Aus- und Fortbildung bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, lobte den Badezimmer-Ausrüster Hüppe aus Bad Zwischenahn für das große Engagement, Auszubildenden Englisch zu vermitteln – und zwar nicht nur theoretisch, sondern in der Praxis mit Sprachkursen und einer eigens eingerichteten englischen Ecke in der Kantine. Für dieses Engagement erhielt Hüppe den zweiten Preis.

Der dritte Preis ging an den Flugzeugbau-Zulieferer Premium Aerotec aus Varel. „Azubis erhalten bei Ihnen die Chance, das Unternehmen zu verbessern, sie übernehmen früh Verantwortung“, sagte Stefan Bünting, Ausbildungs-Experte bei der Oldenburgischen IHK, in seiner Laudatio.

Die drei Preisträger erhielten eine Glas-Plastik des Künstlers Wolfgang Hinrichs aus Hatten sowie Urkunde und Anzeigenguthaben. Auch in diesem Jahr hat sich Hinrichs etwas Besonderes einfallen lassen. „In den vergangenen Jahren habe ich mich immer an vorhandenen Symbolen orientiert, beispielsweise einer Brücke, die den Übergang ins Arbeitsleben zeigt. Dieses Mal habe ich ein freies Symbol gewählt, das den Lebensstrang und die Öffnung für Neues kennzeichnen soll“, sagte der Künstler.

Zum ersten Mal nahmen in diesem Jahr Schüler anstelle der Jurymitglieder an der Diskussionsrunde teil. Pia Mählmeyer und Erik Ahlhorn (beide zwölfter Jahrgang am Alten Gymnasium Oldenburg) stellten sich den Fragen von NWZ-Wirtschaftschef Rüdiger zu Klampen. Begleitet wurden die Schüler von ihrem Lehrer Ludger Hillmann.

Beide lobten das Angebot zur Berufsorientierung am Alten Gymnasium Oldenburg (AGO). Dazu zählen etwa Jobmessen und Referenten im Unterricht, die von ihren Berufserfahrungen berichten. Beide Schüler haben schon eine Vorstellung davon, was sie einmal werden möchten. „Ich möchte in den Bereich Wirtschaft und Finanzen“, sagte Mählmeyer. Ahlhorn möchte eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich absolvieren.

1. Preis: Azubis EWE Tel, Cewe, Popken Fashion Group, Stadt Oldenburg

Wenn man eine Ausbildung macht, erfolgt die normalerweise im eigenen Betrieb und in der Berufsschule. Doch es gibt Auszubildende, die wollen gern noch mehr, sie möchten über den eigenen Tellerrand schauen. Und so kam es zu einer gemeinsamen Initiative von Azubis bei EWE Tel, Cewe, der Popken Fashion Group und der Stadt Oldenburg. Sie organisierten eigenständig einen Austausch, wie Harold Grönke, Geschäftsführer der NWZ-Mediengruppe, in seiner Laudatio hervorhob. Für dieses Projekt vergab die PIA-Jury den 1. Preis.

Das Austausch-Projekt unter den vier Beteiligten erschien der Jury in vielerlei Hinsicht vorbildlich: Dazu zählte etwa die Eigeninitiative der Azubis: Sie nahmen untereinander Kontakt auf und entwickelten ein Konzept. Nun schnuppern sie im Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau für Dialogmarketing“ auch in andere Unternehmen bzw. die Verwaltung hinein. Sie bekommen buchstäblich einen „Perspektivwechsel“ mit vielen Anregungen für die eigene Arbeit. Denn die Beteiligten sind inhaltlich unterschiedlich aufgestellt, auch ihre Abläufe unterscheiden sich.

Der konkrete „Perspektivwechsel“ findet jeweils im zweiten Lehrjahr statt. Auch er wird von den Azubis selbst organisiert. Nach jeweils drei Wochen kehren die Jugendlichen dann voller neuer Eindrücke aus den drei Partner-Betrieben zurück.

2. Preis: Hüppe GmbH (Bad Zwischenahn)

Beim Bad Zwischenahner Badezimmer-Ausrüster Hüppe setzt man früh darauf, dass die Mitarbeiter sich möglichst gut auf Englisch verständigen können. Dies werde systematisch unterstützt, hob Anke Evers, Fachbereichsleiterin Aus- und Fortbildung bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, in ihrer Laudatio hervor. Hüppe wurde von der Jury der 2. Preis zugedacht.

Dafür gab es gute Gründe. Hüppe ist international tätig, da sind Sprachkenntnisse im täglichen Geschäft wichtig. Und das Unternehmen ist Tochter des amerikanischen Masco-Konzerns. Schon von daher ist es wichtig, bei den vielfältigen Kontakten die Sprache des Eigentümers zu sprechen.

Was läuft konkret? Bei Hüppe gibt es ein Bündel von Maßnahmen. Dazu gehören Sprachkurse mit einem extra engagierten Coach, der in die Firma kommt. Auch den Rest des jeweiligen Tages wird dann oft weiter auf Englisch zu kommuniziert. Aber etwa auch eine zwanglose „English Corner“ wird angeboten – in einer stimmungsvoll gestalteten Ecke in der Betriebskantine, erläuterte Evers.

Hier kommen alle Hierarchieebenen des Unternehmens zusammen – alle diejenigen, die sich gern locker auf Englisch auch einmal über das Essen, Hobbys oder sonstige interessante Themen austauschen oder sich einfach nur zuhörend hinzusetzen möchten.

3. Preis: Premium Aerotec (Varel)

Beim Flugzeugbau-Zulieferer Premium Aerotec aus Varel übernehmen Auszubildende früh Verantwortung. Sie erarbeiten gemeinsam Konzepte, um das Unternehmen zu verbessern – beispielsweise im Bereich Energieverbrauch.

Jeder bringe dabei seine Erfahrungen aus diversen Bereichen ein, der frische und junge Blick eines Azubis könne dabei helfen, schnell Ansätze für Verbesserungen zu finden, erklärte Stefan Bünting, Ausbildungs-Experte bei der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK), in seiner Laudatio.

Teilnehmen können Azubis aus dem zweiten und dritten Ausbildungsjahr. Gebildet werden kleine Gruppen von zwei bis vier Azubis. Ihr Auftrag ist klar: Verbesserungsmöglichkeiten aller Art erarbeiten. Jeder könne seine Erfahrungen aus diversen Bereichen einbringen, das lasse sich auch als Auftakt für einen Projektauftrag nutzen.

Durch das Projekt sollen die Azubis auch lernen, mit Rückschlägen und Fehlern umzugehen. Eine Projektgruppe hat sich sogar in externe Ausbildungsprogramme eingebracht. Ein Team aus Varel beteiligte sich jüngst am Projekt „Energie-Scouts“ der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer. Das eröffne auch die Möglichkeit, an zusätzlichen Weiterbildungen und Seminaren teilzunehmen und neu erlerntes Wissen vielfältig einzusetzen, erklärte Bünting.

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Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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