OLDENBURG - Mit Kreativität Grenzen überwinden: In Oldenburg fand am Mittwoch das Auftakttreffen des Projekts „Creative Cities Challenge“ statt. Verschiedene Städte aus sechs europäischen Ländern planen damit zukünftig ihre kreativen Branchen zu vernetzen. Dafür sollen EU-Mittel in Anspruch genommen werden.
„Wir wollen unsere kreativen Gruppen mit dem Projekt stärken und unterstützen“, erklärt Roland Hentschel von der Oldenburger Wirtschaftsförderung. Unter Kreativen verstehen die Initiatoren dabei nicht nur Künstler, sondern auch Informatiker und andere Experten aus dem Bereich Neue Medien.
Die Partnerstädte Oldenburg und Groningen haben gemeinsam die Idee für diese internationale Kooperation angestoßen. Inzwischen haben bereits 18 Städte und Regionen aus sechs Ländern ihr Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet. Zur jetzigen Auftaktkonferenz reisten neben Abgesandten aus Groningen Vertreter aus Bremen, Bremerhaven, Hamburg, Kortrijk (Belgien), Birmingham, Dundee (beide Großbritannien), Taastrup (Dänemark) sowie von der Universität Delft (Niederlande) an.
Bei dem Zusammentreffen, das an diesem Donnerstag in der Bremer Überseestadt fortgesetzt wird, stellten die Teilnehmer ihre aktuellen Projekte und Ideen zur Förderung der kreativen Köpfe vor. Oldenburg verwies beispielsweise auf den Erfolg des Edith-Ruß-Hauses für Medien-Kunst. „Und eine Idee ist, im Bahnhofsviertel ein Quartier für die Kreativ-Branche entstehen zu lassen“, so Hentschel.
Nach dem Ideenaustausch folgt nun die Phase der konkreten Projektplanung. Im Frühjahr 2009 soll der gemeinsame Antrag an das Interreg IVB-Nordsee-Programm der EU erfolgen. Dieser Fördertopf finanziert Projekte zur Stärkung des wirtschaftlichen, sozialen und räumlichen Zusammenhalts in Europa zu 50 Prozent.
