OLDENBURG - Sie sollen eine qualifizierte Betreuung von Demenzkranken sichern und examinierte Pflegekräfte entlasten: Das Bildungswerk der Gewerkschaft „Verdi“ qualifiziert so genannte „Präsenzkräfte in der Pflege“. Mit 200 Theoriestunden und vier Praktika in Pflegebetrieben wurden seit Anfang dieses Jahres 16 Männer und Frauen ausgebildet, die zum Teil bereits feste Verträge haben oder sich im Betreuungsbereich selbstständig machen wollen.
Wegen des Erfolges wird ab Februar 2011 erneut ein elfmonatiger Kurs starten. Finanziert wird das Projekt von der Hartz-IV-Behörde Arge und dem Europäischen Sozialfonds, der 80 000 Euro beisteuert, wie Projektleiterin Kathrin Würdemann berichtet.
Die Qualifizierung findet in Teilzeit am Vormittag statt, verlangt aber später zeitlich mehr Flexibilität, vor allem in der Praktikumsphase. Sabine Franssen, eine der Teilnehmerinnen: „Der Bedarf ist da. Ich werde mich mit einem ambulanten Dienst für die Betreuung Demenzkranker selbstständig machen.“ Ihre Kollegin Iwona Pisulska-Vogel: „Ich habe bereits zwei Stellen-Angebote aus Heimen.“
Auch der zweite Kurs wird von Sozialpädagogin Westerholt geleitet. Heribert Manneck und Irene Abeln-Schöning von der Arge lobten, dass der Kurs „fundiertes Wissen vermittelt“. Es müsse aber darauf geachtet werden, dass die Einrichtungen wirklich einstellten, statt sich „allein auf Praktikanten zu stützen“. Näheres bei Birte Westerholt (Tel. 980 805 25 oder 0176/445 809 83) oder Irene Abeln-Schöning (Tel. 219 70 2412).
