OLDENBURG - Das Szenario wirkte absolut echt. Mehrere Verletzte waren zu versorgen. Schmerzensschreie, lautes Weinen, Stöhnen und Jammern sorgten für Stress und die Schmink-Experten hatten beste Arbeit abgeliefert: die Wunden sahen grauenhaft realistisch aus.
Für die jungen Nachwuchskräfte des Roten Kreuzes gab es am Sonnabend in der Oldenburger Helene-Lange-Schule jede Menge Herausforderungen. Gleich zwei Wettbewerbe wurden gleichzeitig ausgetragen. Neben dem Jugendrotkreuz-Landeswettbewerb der Stufe 3 (16 - 27 Jahre) traten auch Mannschaften des Schulsanitätsdienstes an. Insgesamt waren 100 junge Leute aus dem Nordwesten am Start.
Bei den beiden Unfallszenen, die zu beherrschen waren, kam es darauf an, auch im großen Stress, nicht die Nerven zu verlieren, sondern gelassen zu bleiben und die richtigen Maßnahmen in der richtigen Reihenfolge einzuleiten. Peinlich genau wurden sie dabei beobachtet und entsprechend bewertet. Sehr zufrieden zeigte sich Thomas Wendeln, der Landesleiter des Jugendrotkreuzes, mit den Leistungen.
Neben den Erste-Hilfe-Einsätzen ging es bei den Wettbewerben aber auch um weitere Themenbereiche. So musste unter anderem Rotkreuz-Wissen nachgewiesen sowie soziale Fähigkeiten und Teamfähigkeit gezeigt werden.
Im Jugendrotkreuz-Landeswettbewerb siegte die Mannschaft aus dem Kreisverband Jeverland vor Bösel (Kreisverband Cloppenburg), Oldenburg-Stadt und Garrel (Kreisverband Cloppenburg). Im Schulsanitätsdienst-Wettbewerb gewann die Kooperative Gesamtschule Rastede vor der Helene-Lange-Schule Oldenburg und dem Mariengymnasium Papenburg. Während das Team aus Jever sich mit dem Sieg für den Bundeswettbewerb qualifiziert hat, müssen die Nachwuchs-Sanitäter aus Rastede noch eine weitere Hürde nehmen.
