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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Von hohen Kursen und kühnen Prognosen

30.12.2017

Oldenburg Der Dax so hoch wie nie, die Arbeitslosenzahlen so niedrig wie nie seit der Wiedervereinigung und der Dieselantrieb so umstritten wie nie: 2017 war für die Wirtschaft auch ein Jahr der Extreme und Rekorde. Und es war ein Jahr der bemerkenswerten Prognosen. Die kühnste: Im Oktober 2020 geht der neue Hauptstadtflughafen in Betrieb – glaubt zumindest BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup. Ein Rückblick auf ein Jahr mit vielen Steigungen:

 Hochsteigend

Börsenkurse: Angetrieben von Niedrigstzinsen und einer robusten Weltkonjunktur legten die Börsenindizes weltweit zu. Auch der deutsche Leitindex Dax stieg am 7. November auf ein Rekordhoch von 13 525,56 Punkten. Zum Jahresende schloss er bei 12 917,45 Punkten – auf Jahressicht immer noch ein Zuwachs von 12,5 Prozent.

Beschäftigung: Rekordzahlen gab es 2017 auch am Arbeitsmarkt. Noch nie war die Zahl der Beschäftigten so hoch. Im Oktober gab es 44,74 Millionen Erwerbstätige – 650 000 mehr als vor einem Jahr. Zugleich fielen die Arbeitslosenzahlen. Im November lag die Zahl der Arbeitslosen bei 2,368 Millionen – der niedrigste Novemberstand seit 1991.

Extremwerte: 2017 war so etwas wie das Jahr der Rekorde. Die EU verhängte gegen den Suchmaschinenriesen Google eine Rekord-Wettbewerbsstrafe von 2,4 Milliarden Euro. Der europäische Flugzeugbauer Airbus erhielt vom US-Investor Indigo Partners den größten Auftrag der Konzerngeschichte – 430 Mittelstreckenjets für einen Listenpreis von 49,5 Milliarden Dollar. Und in Duisburg bauten Künstler mit 16,68 Metern die höchste Sandburg der Welt – und da behaupte noch jemand, Deutschland könne keine Großprojekte mehr...

 Aufsteigend

Jeff Bezos: Der Gründer und Chef des Online-Händlers Amazon ist 2017 zum reichsten Menschen der Welt aufgestiegen. Dank eines Kurssprungs bei Amazon-Aktien knackte der 53-Jährige im Herbst die Marke von 100 Milliarden Dollar bei seinem Privatvermögen – als erster seit Bill Gates im Jahr 1999.

Bitcoin: Zum Jahresanfang nur Insidern bekannt, war die Digitalwährung zum Ende des Jahres in aller Munde. Grund war vor allem die extreme Entwicklung. Allein im Dezember stieg der Kurs der umstrittenen Kryptowährung von rund 10 000 Dollar auf fast 20 000 Dollar an – um nur kurz darauf wieder zeitweise unter die 14 000 Dollar zu rutschen. Das Jahr begonnen hatte der Bitcoin bei 1000 Dollar.

Carsten Spohr: Den Tarifstreit mit der Pilotengewerkschaft Cockpit beigelegt, in der Bilanz einen Rekordgewinn ausgewiesen, der einzige größere deutsche Konkurrent pleite, den Aktienkurs verdoppelt: Für den Lufthansa-Chef hätte es 2017 kaum besser laufen können.

 Absteigend

Schlecker-Familie: Im Prozess um Insolvenzverschleppung bei der Drogeriemarkt-Kette Schlecker wird Firmenpatriarch Anton Schlecker wegen Bankrott zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Seine Kinder Lars und Meike sollen dagegen für zwei Jahre und neun Monate bzw. für zwei Jahre und acht Monate in Haft.

Georg Fahrenschon: Der Sparkassenpräsident hatte einen Strafbefehl wegen zu spät eingereichter Steuererklärungen im Vorfeld seiner geplanten Wiederwahl verheimlicht. Als das herauskam, entzogen ihm mehrere Regionalverbände das Vertrauen. Am 17. November kündigte der frühere bayerische Finanzminister seinen Rücktritt an.

Air Berlin: Die Zahl der Firmeninsolvenzen war 2017 so niedrig wie lange nicht. Dennoch rutschen auch im jetzt zu Ende gehenden Jahr einige namhafte Unternehmen in die Zahlungsunfähigkeit. Die bekanntesten: die Fluggesellschaft Air Berlin, der Solarmodulhersteller Solarworld und der Erotikhändler Beate Uhse.

 Umsteigend

Opel: Für den traditionsreichen deutschen Autobauer begann 2017 eine neue Ära. Nach 88 Jahren als Tochter des US-Autoriesen General Motors kaufte der französische Autokonzern PSA (Peugeot und Citroen) GM die Marken Opel und Vauxhall für 1,3 Milliarden Euro ab.

Diesel-Fahrer: Kein gutes Jahr war 2017 für den Diesel. Was mit gefälschten Stickoxid-Werten bei Millionen VW-Autos begann, entlud sich in einer Vertrauenskrise, Betrugsermittlungen, Klagen, und sinkenden Verkäufen. In Deutschland sank der Anteil der Diesel-Autos bei den Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf nur noch 34 Prozent (November). Zudem drohen Besitzern älterer Diesel wegen zu hoher NO2-Grenzwerte in einigen Städten Fahrverbote.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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