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Selbstständigkeit Junge Technik-Freaks gründen Klinik für iPhones

OLDENBURG - Seit Tagen fragen sich die Kunden des Schreibwarengeschäfts von Anne Brinkmann an der Friedrich-Naumann-Straße in Donnerschwee, was da gegenüber passiert: die Scheiben sind geheimnisvoll geschwärzt, dahinter wird gewerkelt.

Tatsächlich ist hier etwas Besonderes entstanden: die „iEmergency“ – die erste Oldenburger iPhone-Klinik. Manuel Sandstede (24), Tammo Apeler (19) und Stefan Berding (32) sind die professionellen Handy-Ärzte, die schnelle Hilfe für kleine Spezial-Patienten versprechen. Mit eigenem Geld und jahrelanger iPhone-Erfahrung stoßen die Jung-Unternehmer mit der Klinik „in eine Marktlücke“, so Sandstede. Sie wissen, wovon sie reden. Seit Jahren sind sie im Einzelhandel im iPhone-Dunstkreis aktiv und kennen die Bedürfnisse der Kunden.

Einzelhandelskaufmann Manuel Sandstede, der bei Telepoint gelernt hat, sagt: „Ich hatte alle iPhones, die es gab. Seitdem interessieren mich keine anderen Handys mehr.“ Mittlerweile könne jeder iPhone-Besitzer sagen, „dass er ein bis zwei Tage ohne sein iPhone nicht klarkommt, sie brauchen es schnellstmöglich zurück“. Wenn das Handy zum Beispiel heruntergefallen und das Display gebrochen ist, „kommt der Kunde zu uns – die Geräte werden im Laden repariert und müssen nicht eingeschickt werden, was die Wartezeit sehr verkürzt“. Repariert werden Geräte vom iPhone (der verschiedenen Generationen) bis zum iPod Touch – dazu gehören neben dem häufigsten Problem des Displaybruchs auch schwacher Akku, funktionslose Schalter wie der Homebutton oder defekte Bauteile. Sandstede: „Die Kunden können auch die Farbe vom iPhone 4 oder 4S ändern, so etwas nennen wir Schönheits-OPs.“ Dazu gehören auch zahlreiche Branding-Möglichkeiten. Auch bei durch einen so genannten Jailbreak außer Gefecht gesetzten Geräten kann in aller Regel geholfen werden. Und wenn mal jemand mit einem anderen Smartphone käme? „Machen wir nach Absprache auch“, sagt Tammo Apeler.

Apeler hat gerade am Technischen Gymnasium sein Abi gemacht – mit Prüfungsfächern wie Informatik und Mathematik. Ab September macht er eine Ausbildung zum Mechatroniker bei Brötje Automation – „das hat für mich höchste Priorität“, sagt Apeler. Doch nebenher repariert er weiter iPhones, ab sofort im eigenen Geschäft.

Seit vielen Jahren sind die Jungunternehmer technikbegeistert. Stefan Berding, der Elektroinstallateur gelernt hat und sich um Online-Shop und Web-Design kümmert, sagt: „Bei mir hat es mit der Playstation 1 angefangen, in die wir Mode-Chips eingebaut haben. Seitdem bin ich der Technik verfallen.“ Das gelte auch fürs iPhone: „Das macht süchtig, schon wegen der einfachen Bedienung, die für jedes Alter problemlos ist.“ Die nächste iPhone-Klinik ist in Hamburg, so die drei Oldenburger. Wenn es gut läuft, wollen sie selbst die nächste Klinik in Groningen eröffnen.


 @ Infos unter

http://www.iemergency.de

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg
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