OLDENBURG - Die Oldenburgische Bürgerstiftung hat 2011 zehn Projekte mit insgesamt 26 631 Euro unterstützt. Das berichteten Heinrich Engelken und Renate Eriksen vom Vorstand der 2006 gegründeten Stiftung am Freitagabend bei einem Treffen von Stiftern und Unterstützern in der LzO am Schlossplatz.
Für Renate Eriksen war es der letzte Bericht in dieser Funktion: Die Tochter von Marius Eriksen, der die Stiftung maßgeblich anschob, zieht sich nach sechs Jahren „unermüdlichen Einsatzes“ (Engelken) wegen anderer Aufgaben aus dem Vorstand zurück. Für sie rückt Petra Rösemeier in das Gremium ein, dem zudem Horst Rudolf Finger angehört. Neu im Stiftungsrat ist Brigitte Lenz.
Zuvor gab Renate Eriksen einen Überblick über die geförderten Projekte. Schwerpunkt des Engagements seien Bildung und Erziehung. Flankierend zum Jobpaten-Projekt, in dem Erwachsene Hauptschüler zwei Jahre lang bei der Berufsfindung und -orientierung unterstützen, organisiert die Stiftung Nachhilfe. Sechs Nachhilfekräfte arbeiten in dem Projekt, das 2012 fortgesetzt wird.
Die Menschen schon in jüngeren Jahren für die ehrenamtliche Arbeit zu gewinnen, sei eine weitere Aufgabe, sagte Eriksen. Im Projekt „Lernen durch Engagement“ kooperiert die Stiftung mit der Uni. Studenten arbeiten ehrenamtlich in Altenheimen, Kindergärten, in der Justizvollzugsanstalt oder beim Verschenkmarkt und erhalten dafür Leistungsnachweise.
Gefördert wurden zudem das „Miniparadies“ (Bauernhoftage für benachteiligte Kinder) in Ohmstede, die gemeinnützige Werkstatt mit Laden „Nahtürlich“ in Bloherfelde, Elternbriefe, Musikunterricht im Mehrgenerationenhaus, Schülerhilfe an der IGS Marschweg und das Qualifikations- und Integrationsprojekt Viasol am Jugendhof Steinkimmen. Die meisten Projekte werden 2012 fortgesetzt. Ein Schwerpunkt-Projekt ist der Schulwettbewerb „Hattet Ihr früher auch Internet?“, das der Förderung des Kontakts zwischen Grundschülern und deren Großelterngeneration dient.
Das Stiftungskapital ist von 90 000 Euro im Startjahr 2006 auf 371 344 Euro angewachsen, berichtete Engelken. 2011 erhielt die Stiftung 36 000 Euro an Zustiftungen, 43 000 Euro aus Spenden und je 4000 Euro aus Finanzerträgen und Veranstaltungserlösen.
