OLDENBURG - Als ein Beispiel nachhaltiger Förderung hat Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode die mit EU-Mitteln geförderte Oldenburger Jugendwerkstatt gewürdigt. „Auf eigenen Beinen stehen – so lautet das Motto unserer Arbeitsmarktpolitik in Niedersachsen. Manchmal muss man einen Umweg gehen, um ans Ziel zu kommen“, sagte der Minister bei seinem Halt am Stand der Oldenburger auf der diesjährigen EFRE/ESF-Messe.
Die Oldenburger Jugendwerkstatt bietet eine Bandbreite von beruflichen und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten, damit es mit dem Übergang in den Beruf beim zweiten Mal klappt.
„Uns geht es um Kompetenzzuwächse bei Jugendlichen, denen der Übergang von Schule in den Beruf noch nicht gelungen ist“, beschreibt Gerd Hunke, Leiter der Jugendwerkstatt, die Arbeit seiner Institution. Eine Säule der Arbeit der Jugendwerkstatt sei die berufliche Orientierung.
Für sie könnten sich die Jugendlichen im Garten- und Landschaftsbau, in der Holzwerkstatt oder in der Gastronomie erproben. Eine zweite Säule sei die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. „Keine Integration in den Arbeitsmarkt ohne positive Entwicklung. Die Jugendlichen lernen bei uns, in größerem Maße Verantwortung für sich und ihr Leben zu übernehmen“, sagte Hunke. Dazu lernen die Jugendlichen zum Beispiel, ihrem Tag eine Struktur zu geben, ihren Haushalt zu führen oder eigeninitiativ zu werden. Sie gehen aber auch ins Theater, um andere Formen von Kultur kennenzulernen als die ihnen gängigen.
Die Jugendwerkstätten in Niedersachsen haben 2011 vom Land durch die NBank 32 Millionen Euro der 146 Millionen Euro an Zuschüssen für die Arbeitsmarktförderung erhalten. Die EFRE/ESF-Messe ist die zentrale Fachmesse für das Thema EU-Förderung in Niedersachsen.
