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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Spitzenwechsel bei LzO mit guten Zahlen

16.02.2019

Oldenburg In der LzO-Filiale Friedrichsfehn, lange nach dem üblichen Geschäftsschluss: Kommt hier ein Kunde mit einem Anliegen herein, so findet er – in einem Extra-Zimmer mit Sofa-Landschaft – dennoch einen Ansprechpartner. Der erscheint auf einem Monitor, zugeschaltet aus einem Team mit 60 Fachleuten in der Oldenburger Zentrale. Er kann mindestens eine Kurzberatung bieten, von 8 bis 20 Uhr, unabhängig von regulären Öffnungszeiten. Dieser neue Ansatz (Projekt „Amelie“) prägt die Filiale der Zukunft, die die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) vorantreibt.

„Wir können uns keine LzO vorstellen, die keine Filialen hat“, sagte der künftige Vorstandsvorsitzende Michael Thanheiser am Freitag bei der Bilanzvorlage in Oldenburg. Man suche einen Weg, um das anzubieten, was der Kunde weiter in der Fläche suche – und was zugleich betriebswirtschaftlich vertretbar sei.

Das Interesse von Kunden sei groß, berichtete Tanja-Vera Asmussen. Sie wird zum 1. März LzO-Vorstandsmitglied. In Bakum (Kreis Cloppenburg) gibt es bereits eine zweite Filiale mit „Amelie“-Ansatz, zu den nächsten Standorten, die so gestaltet werden, gehört Roffhausen (Kreis Friesland).

Unterdessen verabschiedet sich der Vorstandsvorsitzende Gerhard Fiand mit guten Zahlen – er geht zum Monatsende in den Ruhestand. Die LzO baute ihre Kundenkredite 2018 um 3,2 Prozent auf 7,76 Milliarden Euro aus. Starker Motor waren private Immobilien, aber auch Projekte von Unternehmen und Selbstständigen. Zugleich wuchsen die Kundeneinlagen um 5,4 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro, von denen ein erheblicher Teil kurzfristig verfügbar ist. „Wir raten Kunden, für ihren Vermögensaufbau und für die eigene Vorsorge verstärkt in Wertpapierprodukte zu investieren“, sagte Fiand. Dazu böten sich etwa Fonds-Sparpläne an. Fonds trugen denn auch bei der LzO den starken Anstieg des Wertpapier-Nettoabsatzes auf 167 (Vorjahr: 136) Millionen Euro.

Kräftige Wachstumsraten meldet die Landessparkasse für eine Reihe von Spezialgeschäften. So sei das Immobiliengeschäft auf 128 (108) Millionen Euro gewachsen. „Wir sind hier Marktführer“, sagte Fiand. Er wies auch auf die Aktivitäten der Tochter IDB Oldenburg hin, die Kommunen dabei unterstütze, Neubaugebiete zu erschließen. Dies sei etwa in Elsfleth, Varel und Ganderkesee geschehen. Neue Projekte liefen in Barßel und Friesoythe. Teils werden selbst auch Wohnbauten errichtet und vermittelt.

Bei den Bausparverträgen meldet die LzO „das beste Ergebnis ihrer Geschichte“ – mit einem Neugeschäft von 273 (238) Millionen Euro. Sehr gut liefen auch Lebensversicherungen, vor allem für die betriebliche Altersvorsorge (plus 25 Prozent auf über 71 Millionen Euro). Viele Arbeitgeber gewährten Zuschüsse.

Auch das Leasing bleibe eine Erfolgsstory, erläuterte Vorstandsmitglied Olaf Hemker (Volumen 81,3 nach zuvor 46,3 Millionen Euro). Bei dieser Finanzierungsform etwa für Maschinen und Fahrzeuge ist die LzO seit Langem im deutschen Spitzenfeld.

Wie sah es 2018 bei der Ertragslage aus? „Solide“, überschreibt die Sparkasse dieses Kapitel. Der Zinsüberschuss stieg um 6,5 Prozent auf 171,2 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss wuchs um 5,8 Prozent auf 60,1 Mio. Euro. Zugleich nahm der Verwaltungsaufwand um 3,8 Prozent auf 147,3 Mio. Euro zu.

Unterm Strich weist die Landessparkasse für 2018 – wie schon seit vielen Jahren – einen Überschuss von 20 Millionen Euro aus. Zum Ausblick sagte Fiand: „Die LzO ist stabil aufgestellt, wir blicken zuversichtlich auf 2019.“

Allerdings hat die LzO es nun mit einer besonderen Herausforderung zu tun. Nach gegenwärtigem Stand wird der deutsche Sparkassen- und Landesbankensektor die Rettung der NordLB (Hannover) mit 1,2 Milliarden Euro unterstützen (das Land mit weiteren 2,5 Mrd. Euro). Das könnte für die LzO insgesamt 27 Millionen Euro bedeuten, erläuterte Fiand. Entsprechende Beschlüsse stehen bald an.

Dabei gehe es um 24 Millionen Euro über den 8,3-Prozent-Anteil der LzO am Sparkassenverband Niedersachsen (SVN), der an der NordLB etwa 26 Prozent hält und insgesamt rund 300 Millionen Euro beisteuern soll. Hinzu kommen drei Mio Euro aus einer Sicherungsreserve aller Sparkassen. „Der Kunde wird es nicht spüren“, meinte Fiand.

Der Wert der NordLB-Beteiligung der LzO (über den SVN) ist bereits auf Null heruntergefahren worden. Nach der Kapitalmaßnahme sei Wertzuwachs denkbar, hieß es.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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