OLDENBURG - Ein Ort „zum Leben, Lachen, Weinen und Feiern, das ist das Hospiz St. Peter“, sagt Anna Wiechmann-Faida. „Das Zauberwort heißt Normalität.“ Die Geschäftsführerin der gemeinnützigen Hospiz St. Peter GmbH feierte am Freitag mit dem Team und weit über 120 Gästen im Alten Landtag das 20-jährige Bestehen des Vereins Hospiz St. Peter. Gekommen waren viele langjährige Vereinsmitglieder, ehrenamtliche Helfer und Freunde – auch als Ausdruck der großen privaten und öffentlichen Unterstützung für diese wertvolle Arbeit, mit der Menschen ein möglichst normales Leben bis zuletzt ermöglicht wird.
Anna Wiechmann-Faida sieht, dass in diesen 20 Jahren eine „Hospizgemeinschaft“ in Oldenburg und der Region gewachsen ist, die diese Arbeit für das Leben und ein gutes Abschiednehmen – auch mit vielen Spenden – zuverlässig getragen habe.
Geschäftsführerin Anne Rameil dankte „allen Mitarbeitern, Ärzten, Unterstützern und Freunden, die wir im Hospiz haben und vielleicht heute gewinnen für unseren neuen Freundeskreis“. Denn der Verein wird umgewandelt in den Freundeskreis Hospiz St. Peter, um organisatorische Arbeit und bürokratische Strukturen zu straffen.
Pfarrer Meinhard Ratzke, 20 Jahre Vorsitzender des Vereins, erinnerte an die schwierigen Anfänge, in denen Menschen wie Antonia Varelmann oder der frühere Pius-Chef Dr. Robert Riefenstahl bedeutende Lobbyarbeit geleistet hätten, und an „die glückliche Hand mit Leitung und Mitarbeitern“. Gründungsmitglied Josef Ross sagte, die Erfahrung mit St. Peter zeige, dass „Menschen sich berühren und ansprechen lassen von diesem Lebensthema des Sterbens, es ist die Sehnsucht, die in jedem schlummert, in Not und Elend geborgen zu sein und angenommen“.
