OLDENBURG - Lauter Protest: Um seinen Unmut über die geplante Fällung von vier Bäumen auf dem Schlossplatz zum Ausdruck zu bringen, warf ein Bürger vor der Ortsbesichtigung am Dienstag die Motorsäge an. Etwa 50 Bürger, Vertreter aus Politik und Verwaltung waren gekommen.

Im Zuge der Umgestaltung des Schlossplatzes sollen vier Bäume weichen. Viele Bürger sind damit nicht einverstanden: „Hier sind schon zu viele Bäume weggekommen“, warf eine Oldenburgerin ein.

Für die Planung, die Häuserreihe an den Schlossplatz anzubinden, sei die Fällung notwendig, erklärte Stadtbaurat Frank-Egon Pantel. Besonders zwei Eiben, die für ihre Wurzeln ein hohes Pflanzbecken benötigten, verhinderten eine Öffnung. Eiben seien Parkbäume und hätten in der Stadt nichts verloren.

Was aber nütze die Öffnung, wenn man gegen parkende Autos schaue, fragten Bürger. Die Parkplätze seien eine größere Hürde als die Bäume. Zwischen den Parkbuchten sollen zukünftig breitere Durchgänge entstehen, entgegnete Pantel. Den Verdacht, die Bäume sollten weichen, um eine Einfahrt zu einem Parkhaus zu ebnen, wies Pantel energisch zurück.

Die Baum-Verfechter tröstete das wenig. Mit Applaus quittiert wurde die Aussage von Oldenburgs Naturschutzbeauftragten Heiko Vollquardsen: „Ich möchte sehr darum bitten, die Bäume zu erhalten.“ Die Außenwirkung wäre fatal: „Wir fällen und sagen den Bürgern: ,Ihr müsst eure alten Bäume schützen‘.“ Die Diskussion geht nun in den Ausschüssen weiter.


Ebenfalls Thema war die Pflasterung des Schlossplatzes. Geplant ist, besonders gepflasterte Laufwege zu verlegen, um die meist benutzten Fußgänger-Strecken zu verbessern. Der Rest wird derweil mit den alten, abgerundeten Steinen bestückt.