OLDENBURG - OLDENBURG - Ein Stadtquartier bekommt ein neues Gesicht: Unter dem Namen Heiligengeisthöfe entstehen hier Ladenlokale, Stadtvillen, Lofts, Ärztehäuser und eine Tiefgarage mit bis zu 300 Stellplätzen. 22 Millionen Euro werden investiert, um die Steinwüste, die nach dem Abriss derzeit das Bild bestimmt, in eine moderne, urbane Höfe-Landschaft mit viel Grün und Skulpturengarten zu verwandeln.
„Hier soll eine ganz besondere Lebens- und Wohnart kultiviert werden“, erklären Architekt Bernd Feeken von der Iven&Feeken-Projektgesellschaft und Werner Beisenbusch, Geschäftsführer der Firma Heinrich Hecker. Beide Unternehmen stemmen das Projekt gemeinsam, das das ganze Viertel im Norden der Innenstadt aufwerten wird. 35 Wohnungen mit 4000 m² Wohnfläche entstehen hier, teilweise mit Penthäusern in Südwestausrichtung, aber auch mit Häusern, die ein Garten umgibt.
Herzstück an der Heiligengeiststaße ist das derzeit eingerüstete Baudenkmal im klassizistischen Haus Nummer 26 (ehemals Blumen Neumann). Hier soll hochwertiger Einzelhandel angesiedelt werden, etwa im Markthallencharakter. „Auch gehobene Gastronomie wäre vorstellbar“, erläutert Feeken die Pläne.
Rechts und links von diesem 1814 erbauten Haus kann man in den hinteren Bereich flanieren, in dem bis hin zur Georgstraße Stadtvillen und dreigeschossige Wohnhäuser den Höfecharakter betonen. An der Grünen Straße werden Ärztehäuser (u.a. mit einer radiologischen Praxis) gebaut. Eine Apotheke und eine Augenklinik, die zum Pius-Hospital gehört, ergänzen das Angebot der medizinischen Versorgung in diesem Areal.
Von der Grünen Straße aus wird man auch in die Tiefgarage fahren können. Dazu wird ein Gebäude links der jetzigen Commerzbank-Parkfläche abgerissen. Alle bisherigen ebenerdigen Parkplätze der angrenzenden Unternehmen und des Krankenhauses werden in die neue, sehr hell ausgestattete Tiefgarage integriert. „So vermeiden wir den bisherigen Suchverkehr rund um die Klinik“, erläutert Beisenbusch. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird auch die Grüne Straße saniert.
Eine zweite Zufahrt in die Tiefgarage gibt es von der 91-er Straße – etwa zwischen Georgstraße und Finanzamt. „Über diese Rampe wird auch die Ausfahrt angelegt“, erläutern die Planer. Und zwar nur dort.
