OLDENBURG - 22 Millionen Euro werden investiert. Wohnungen und Läden sollen den citynahen Bereich aufwerten.
Von Klaus Fricke
OLDENBURG - Es war nicht immer der strahlendste Teil der Innenstadt: An der Fläche zwischen Heiligengeiststraße und Georgstraße, zwischen Finanzamt und Pius-Hospital ging die Zeit vorbei bis zwei Oldenburger Planer des Weges kamen, eine neue Heimstatt für ihre Firma suchten, und nun dabei sind, das gesamte Viertel umzumodeln. Bernd Feeken und Axel Iven sowie ihr Partner, das Oldenburger Bauunternehmen Heinrich Hecker, entwickeln in den nächsten Jahren hier die Heiligengeisthöfe. Insgesamt 22 Millionen Euro werden investiert, dazu weitere sieben Millionen für ein neues Ärztehaus an der Grünen Straße.Ein Projekt, das im Kontrast steht zu anderen im Citybereich. Ähnlich wie die GSG an der Burgstraße wird neben der Heiligengeiststraße nämlich versucht, die Menschen in die Innenstadt zurück zu holen. Es hat da einen Wertewandel gegeben, so Feeken. Viele Leute entdecken das urbane Leben wieder, wollen aber dort schöne Wohnungen und kurze Wege zum Auto.
Dem tragen die Heiligengeisthöfe Rechnung: Neun Gebäude werden gebaut, in denen 4000 Quadratmeter für 30 bis 35 Wohnungen (im Schnitt 110 m² groß) zur Verfügung stehen sowie 3500 m² für kleine Läden (je 50 m²), Büros und Praxen. Unterlegt wird die Anlage von einer Tiefgarage mit bis zu 300 Stellplätzen.
Seit Planungsstart im September 2004 legen die Investoren Wert auf Originalität und Qualität. Das Quartier soll etwas Einzigartiges sein, betonen sie, wir wollen nicht übermäßig verdichtet bauen, sondern den Anwohnern viel Luft zum Leben lassen. Dass Ein-Euro-Läden oder Backshops mithin in den Ladenlokalen keine Chance haben, ist den beiden klar, auch wenn sie noch auf der Suche sind nach weiteren gewerblichen Mietern. Feinkost, Chocolaterie, Fisch und anderes, das schwebt uns vor, sagt Iven.
Ansonsten gibt es einen Run auf die Heiligengeisthöfe: Die Leute interessieren sich sehr für Wohnungen, es gibt massive ernste und qualifizierte Anfragen, weiß Feeken. Die Idee mit dem Rückruf in die Innenstadt scheint zu funktionieren.
Infos: www.heiligengeisthöfe.de
