Oldenburg - Nach dem Verdacht von Tierschutzvergehen gegen einen Schlachthof in Oldenburg haben erste Kunden des Betriebes Konsequenzen gezogen. „Über die Vorgänge bei dem Schlachthofbetreiber Standard-Fleisch GmbH & Co. sind wir entsetzt und halten diese für völlig inakzeptabel“, hieß es am Donnerstag in einer Stellungnahme der Bünting Gruppe, zu der auch die Supermarktkette Famila gehört.
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Das Handelsunternehmen aus Nortmoor (Kreis Leer) stellte „bis zur vollständigen Klärung und Sicherstellung der tierschutzrechtlichen Vorgaben die Zusammenarbeit mit dem Schlachthofbetrieb in Oldenburg mit sofortiger Wirkung ein“. Zunächst hatte die „Neue Osnabrücker Zeitung“ darüber berichtet. Auch das Unternehmen Frosta reagierte und beendete die Zusammenarbeit. Allerdings sei lediglich ein Produkt - die „Steakhouse-Pfanne“ - betroffen, sagte eine Sprecherin auf Anfrage.
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Der Verein Deutsches Tierschutzbüro hatte mit versteckter Kamera aufgenommene Videos aus dem Schlachthof gezeigt und dem Betrieb vorgeworfen, Rinder unzureichend und nicht fachgerecht betäubt und bei Bewusstsein getötet zu haben.
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„Wir freuen uns natürlich darüber, dass Frosta und die Bünting-Gruppe die Zusammenarbeit sofort beendet haben und ihrer Verantwortung gerecht worden sind, das gleiche erwarten wir jetzt auch von Goldschmaus-Gruppe“, so Tierschutzbüro-Chef Jan Peifer. Die Goldschmaus-Gruppe ist an dem Schlachthofbetreiber GK Oldenburg beteiligt. Gegen den Betrieb laufen staatsanwaltschaftliche Ermittlungen.
