OLDENBURG - Ende Mai waren noch 8777 Menschen erwerbslos. Auch bei der Hartz-IV-Behörde hat sich die Lage gebessert.

Von Rainer Dehmer

Frühlings-Hoch auf dem Oldenburger Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt ist auf den niedrigsten Stand seit rund drei Jahren gefallen.

Ende Mai waren 8777 Menschen arbeitslos gemeldet – 391 weniger als im April. Noch deutlicher fällt der Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus. Ende Mai 2006 waren noch 1227 Menschen mehr auf der Suche nach einem Job. Aktuell liegt die Arbeitslosenquote bei 10,9 Prozent. Dies ist der geringste Wert seit Juni 2004.

Wie die Arbeitsagentur am Donnerstag mitteilte, ist die positive konjunkturelle Entwicklung ursächlich für den Rückgang der Arbeitslosigkeit. „Der Aufwärtstrend macht sich in allen Bereichen bemerkbar“, sagt der zuständige Teamleiter der Agentur, Michael Fuge. Sowohl bei den Fertigungsberufen als auch im Dienstleistungsbereich habe es im Mai wieder Neueinstellungen gegeben.


Ende Mai waren 4626 Männer (52,7 Prozent) und 4151 Frauen (47,3 Prozent) erwerbslos gemeldet. Darunter befanden sich 6490 Arbeitslosengeld-II-Empfänger.

Deutliche Rückgänge verzeichnete die Agentur vor allem bei den Langzeitarbeitslosen (länger als ein Jahr ohne Job). „Von der konjunkturellen Belebung profitiert mittlerweile auch diese Gruppe. Ihre Zahl ging von 4040 Personen im Mai 2006 auf nun 3525 zurück“, so Michael Fuge.

Die positive Entwicklung wird durch die Arbeitskräfte-Nachfrage spürbar. Im Mai meldeten Betriebe und Verwaltungen der Vermittlungsstelle der Agentur 688 freie Stellen – 151 mehr als im April. Im Bestand der Behörde sind derzeit 1670 offene Stellen, davon könnten 1574 sofort besetzt werden.

Auch bei der Hartz-IV-Behörde (Arbeitsgemeinschaft von Stadt Oldenburg und Arbeitsagentur) hat sich die Lage im Vergleich zum April weiter verbessert. Im vergangenen Monat erhielten 12 937 Menschen (April: 13 028) Arbeitslosengeld II. Mit Sozialgeld unterstützte die Behörde 5139 Oldenburger. Aktuell sind in der Stadt noch 9790 Bedarfsgemeinschaften gemeldet – 52 weniger als im April.