OLDENBURG - Die Seehäfen stellen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor in der niedersächsischen Küstenregion dar. Das geht aus einer am Dienstag vorgelegten Studie des Hafeninfrastrukturunternehmens Niedersachsen-Ports und des Fachbereichs Seefahrt der Jade Hochschule hervor.
Der Untersuchung zufolge liegt die Zahl der hafenabhängig Beschäftigten bei 41 076 (Stand: 2010). Das sind knapp sieben Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den niedersächsischen Hafenregionen. Deutlich über dem Durchschnitt liegen der Studie zufolge Emden, Nordenham und Wilhelmshaven. Dabei spielten Windenergie und Im- und Export sowohl von Rohstoffen als auch von Autos eine große Rolle.
„Dieses Ergebnis bestätigt unsere Einschätzung, dass die durch uns und unsere Kunden getätigten Investitionen in die Häfen für hohe Beschäftigungseffekte in den Hafenregionen sorgen“, sagte Dr. Jens Oppel, Geschäftsführer Niedersachsenports.
Grundlage war eine Befragung von 952 Unternehmen (Rücklaufquote 71 Prozent). 23 038 Beschäftigte wurden dabei direkt angegeben, zuzüglich 9152 Mitarbeitern bei der Marine habe sich somit eine Summe von 32 190 ergeben. Die knapp 30 Prozent der Firmen, die keine Angaben gemacht hatten, seien hochgerechnet worden, wodurch das Ergebnis von 41 076 zustande gekommen sei. Von den 23 048 direkt genannten Beschäftigten sind u.a. 5687 in Emden, 3864 in Wilhelmshaven, 1470 in Brake, 1279 in Oldenburg und 942 in Nordenham tätig.
Die Untersuchung soll künftig im Zwei-Jahres-Rhythmus fortgesetzt werden. „Wir haben mit dieser Studie einen Anfang gesetzt und wollen das Forschungsprojekt in regelmäßigen Abständen wiederholen, um die Beschäftigungsentwicklung kontinuierlich zu beobachten“, sagte Prof. Dr. Klaus-Harald Holocher von der Jade-Hochschule.
