OLDENBURG - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ruft unter dem Motto „Das ist das Mindeste! Faire Löhne – Gute Arbeit – Soziale Sicherheit“ zu den Veranstaltungen am 1. Mai auf.

Beginn ist bereits am Sonnabend, 30. April, mit dem Konzert „Rock gegen Rechts“, das die DGB-Jugend organisiert. Auftakt ist um 20 Uhr auf dem Rathausmarkt.

Die traditionelle Demons­tration geht am Sonntag, 1. Mai, um 10.30 Uhr vom DGB-Haus (Kaiserstraße 4-6) aus los. Bereits um 10 Uhr startet eine Fahrrad-Demo von der Carl-von-Ossietzky-Universität.

Musikalisch begleitet vom „International Vagabond Orchestra“ aus Wilhelmshaven findet dann ab 11.30 Uhr die Mai-Kundgebung auf dem Rathausmarkt statt.

Neben Vertretern der Anti-Atom-Bewegung wird Matthias Ammer für die Gewerkschaftsjugend sprechen. Die Hauptrede hält die DGB-Bundesfrauensekretärin Claudia Menne.


Die große Kritik der Gewerkschaft: Die Bundesregierung und die Arbeitgeber würden Niedriglöhne, befristete Jobs und unsichere Arbeit immer weiter ausweiten. Gegen die Forderungen der großen Mehrheit der Bevölkerung, so der DGB, würden sie gleiche Bezahlung in der Leiharbeit und einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn ablehnen. Aus der solidarischen Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme hätten sich die Arbeitgeber verabschiedet, nachdem ihnen der Gesetzgeber die Türen geöffnet hat.

Manfred Klöpper, Regionsvorsitzender des DGB, erklärt: „Gegen diese unsolidarische Politik zu Lasten der Arbeitnehmer und Erwerbslosen wehren wir uns und demonstrieren am 1. Mai in Oldenburg.“

Außer gegen die soziale Schieflage, demonstrieren die Gewerkschaften am 1. Mai gemeinsam mit Anti-Atom-Initiativen für den Atomausstieg. Das abgewandelte Motto lautet „Das ist das Mindeste! – Atomenergie stoppen!“.

„Der Atomausstieg ist alternativlos, wir müssen raus aus der Atomtechnologie, hin zu erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und zu Einsparungen beim Energieverbrauch“, fordert Klöpper.

Zudem solidarisiert sich der DGB Oldenburg ausdrücklich mit allen Antifaschisten, die am 1. Mai friedlich gegen den geplanten Nazi-Aufmarsch in Bremen demonstrieren werden.