OLDENBURG - Der Tag der Ausbildung informierte gestern über 67 Berufe. An vielen Ständen wurde gleich gearbeitet.

Von Christian quapp

OLDENBURG - Die Suche nach einem Ausbildungsplatz fängt für Jugendliche nicht erst mit dem Schulabschluss an. Vor den ersten Bewerbungen steht die Wahl des richtigen Berufs. Praktika in der Schule bieten zwar einen Einblick, das aber immer nur für einen Beruf.

Um den Jugendlichen einen Überblick zu geben, hatte die Handwerkskammer Oldenburg (HWK) gestern wieder zum „Tag der Ausbildung“ eingeladen. Mehr als 3000 Schüler aus der ganzen Region kamen ins Berufsbildungszentrum der HWK an der Schütte-Lanz-Straße.

67 verschiedene Berufe, vom „Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik“ über „Gestalter für visuelle Medien“ und „Revierjäger“ bis zum „Zahntechniker“ wurden von den Innungen präsentiert.

An den Ständen waren neben Meistern auch viele Gesellen und Azubis. Sie beantworteten den Schülern nicht nur Fragen, sondern ließen sie häufig auch gleich praktisch arbeiten. Man konnte den eigenen Namen auf ein Metallstück prägen, einen Kerzenhalter hartlöten oder mit der Unterstützung moderner Maschinen eine Mauer hochziehen.


„Viele haben schon recht genau im Kopf, was sie machen wollen“, stellte Metall-Ausbildungsmeister Siegfried Stelter fest. In seiner Berufssparte konnte er den Interessenten durchaus Hoffnung machen: „Wenn die Mathe- und Kopfnoten stimmen, sind die Chancen gut – Fachkräfte werden gesucht.“ Besser geworden sind auch die Chancen im Tischlerhandwerk. „Früher hatten wir oft 25 Bewerber auf eine Stelle, heute sind es eher acht“, erklärt Carsten Krömer von der Tischlerinnung.

Beliebt bei Mädchen wie Jungen ist der Beruf des Kfz-Mechatronikers. Das möchte auch Lisa Steude gerne werden. „Ich schraube zu Hause schon an einem Versuchsobjekt herum. Hier habe ich noch eine ganze Menge an Informationen bekommen“, erzählt die 14-Jährige. „Ich glaube, die Chancen sind nicht so toll, gerade für Mädchen. Ich habe aber immerhin schon ein Praktikum in Aussicht.“

Auch Friseurin ist für viele Mädchen immer noch ein Traumberuf. Nina Kreuzkam will sich auch einen Ausbildungsplatz in diesem Beruf suchen. „Ich hab das schon beim Girlsday ausprobiert. Für den Fall, dass es nicht klappt, informiere ich mich hier aber auch gleich über eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten.“