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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

So sieht die Zukunft der EU aus

10.03.2018

Oldenburg „Wie steht es um die Zukunft der Europäischen Union nach dem Brexit?“ – Diese Frage stand im Mittelpunkt des 11. Tages der ökonomischen Bildung, der am Freitag an der Universität in Oldenburg stattfand. „Ich freue mich, dass dieser Tag einem so aktuellen und wichtigen Thema gewidmet wird“, sagte Professor Dr. Rudolf Schröder, Sprecher des Instituts für Ökonomische Bildung an der Uni Oldenburg.

Workshops für Lehrer

Rund 180 Lehrer, Referendare und Studenten erhielten bei der Veranstaltung des Verbandes Ökonomische Bildung an allgemein bildenden Schulen (VÖBAS) Anregungen für den Unterricht. In Workshops drehte sich am Nachmittag alles darum, wie man die wirtschaftlichen und politischen Themen den Schülern verschiedener Altersstufen näherbringen kann.

In ihrem einleitenden Fachvortrag machte Dr. Barbara Lippert, Forschungsdirektorin der Stiftung Wissenschaft und Politik aus Berlin, zunächst deutlich, welche Folgen der Brexit mit sich bringt. „Ein positiver Effekt ist, dass der Zusammenhalt zwischen den 27 EU-Staaten gestärkt wird“, erklärte Lippert. Allerdings gebe es noch zahlreiche Streitpunkte zwischen der EU und Großbritannien, die bis zum Ausstieg des Vereinigten Königreiches geklärt werden müssen. „So hat die EU beispielsweise Nordirland als Priorität genannt. Eine physische Grenze soll verhindert werden“, meinte sie und ergänzte: „Die EU will ein Abkommen mit Großbritannien schließen, wie die Beziehungen zu Irland künftig aussehen.“

Streitpunkte in der EU

Aber nicht nur der Brexit sorgt für Diskussionen – auch innerhalb der 27 EU-Staaten gibt es einige Streitpunkte. „Vor allem die Themen Migration und Asyl werden noch hohe Wellen schlagen. Dagegen werden Themen wie die Schaffung eines digitalen Binnenmarktes oder Klimapolitik weniger kontrovers diskutiert“, so Lippert.

Grundsätzlich ist sie der Meinung, dass der Ausstieg Großbritanniens keinen Domino-Effekt auslösen wird: „Ich denke nicht, dass sich andere Länder ein Beispiel daran nehmen. Auch Staaten, die Vorbehalte gegenüber der EU haben, bleiben dabei.“

Daher wird sich die EU künftig auch nicht groß verändern. „Es wird wohl versucht, den Status quo zu optimieren, aber viel mehr ist nicht drin“, meinte Lippert.

Gloria Balthazaar
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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