OLDENBURG - Um zwischenmenschliche Beziehungen vor allem im Bereich helfender Berufe und entsprechender Organisationen ging es auf einem zweitägigen Symposion im Oldenburger Kulturzentrum PFL. Unter dem Titel „Helfende Beziehungen als Ware?“ präsentierten fünf Professoren den über 130 Teilnehmern neue Entwürfe zum menschlichen Miteinander, die bewusst einen Gegenpol zum allgemeinen „Ökonomierungswahn“ setzten.

Untersucht wurden dabei verschiedene Modelle, bei denen nicht immer die betriebswirtschaftliche Sichtweise im Vordergrund stand. Die einseitige Sichtweise vieler gesellschaftlicher Herausforderungen unter rein finanziellen Aspekten führt nach Meinung der Teilnehmer langfristig in eine Sackgasse.

Michael Stern, einer der Organisatoren der Veranstaltung: „Wir brauchen bei einigen Fragestellungen einen neuen Geist, wenn wir nicht an der Wand landen wollen.“

Nötig seien neue Netzwerke zur Problembewältigung, bei denen unterschiedliche Behörden und Institutionen zum Wohle der Gesellschaft ressortübergreifend zusammen arbeiteten. Nicht jede neue Idee dürfe sofort mit dem Hinweis auf eine schwierige Finanzlage zu den Akten gelegt werden.

Die Referentin Arlie Hochschild kam von der University of California in Berkeley. Ebenfalls aus den USA waren Mary Gergen und Kenneth Gergen (Swarthmore College Pennsylvania) nach Oldenburg gereist. Die weiteren Impulsreferate hielten Klaus Dörner (Universität Hamburg/Witten-Herdecke) sowie Gerald Hüther (Universitätsklinik Göttingen).


www.ausserderreihe.de