OLDENBURG - OLDENBURG/TOM - Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Gerd Andres, hat sich in Oldenburg gegen einen flächendeckenden und dauerhaften Mindestlohn ausgesprochen. Bei einem Treffen der Gewerkschaften mit SPD-Abgeordneten aus Bund und Land sowie der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen und dem Bezirksvorstand der SPD Weser-Ems sagte er: „Die Hoffnung bei den Gewerkschaften ist groß, dass der Gesetzgeber den Mindestlohn nun regelt. Doch so funktioniert das nicht! Die Gefahr besteht, dass Arbeitsplätze vernichtet werden könnten.“ Die Folgen eines Mindestlohns müssten sorgfältig bedacht werden. Schließlich sei kaum zu bestreiten, dass ein zu hoher Mindestlohn Arbeitsplätze vernichte und ein zu niedriger Mindestlohn den betroffenen Menschen nicht helfe. „Aus heutiger Sicht können wir nicht davon ausgehen, dass der allgemeine Mindestlohn kommt – schon gar nicht in der vom DGB geforderten Höhe von mindestens 7,50 Euro“. Der SPD-Landesvorsitzende Garrelt Duin plädierte für branchenspezifische Mindestlöhne.
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