OLDENBURG - Der Spender bleibt zunächst anonym. Termin für die Transplantation ist Ende Mai.
Von Thomas Husmann
OLDENBURG - Große Hoffnung auf Heilung für Mike Schnase: Für den leukämiekranken 17-Jährigen ist beim weltweiten Datenabgleich ein geeigneter Stammzellen- bzw. Knochenmarkspender gefunden worden. Diese erfreuliche Nachricht bestätigte gestern Mikes Mutter Betina Schnase, die ihren Sohn morgen zu einer eingehenden Untersuchung in die Medizinische Hochschule (MH) Hannover begleiten wird. Dort werden die Gewebemerkmale zwischen Spender und Empfänger nochmals abgeglichen. Doch da kann nichts mehr passieren, habe der Arzt ihr am Dienstag beim Überbringen der guten Nachricht versichert.„Über die Identität des Spenders ist allerdings nichts bekannt, der bleibt zwei Jahre anonym. So ist die Regel“, sagt sie. An der Typisierungsaktion vom vergangenen Sonntag hat er auf keinen Fall teilgenommen, die Ergebnisse stehen erst in zwei bis drei Wochen fest.
Am 19. Mai wird Mike stationär in die MH Hannover aufgenommen, dann folgt eine siebentägige Chemo-Therapie, die Transplantation schließt sich an. „Auch der Spender ist bereits informiert worden und hat seine Bereitschaft erklärt“, freut sich Betina Schnase. Zu Verzögerungen könne es nur kommen, wenn Spender oder Empfänger an einer Infektion erkranken.
Die Zeit in der MH wird Mike in Quarantäne verbringen müssen, weil das Immunsystem heruntergefahren wird, damit die Transplantation Erfolg hat. Die Chancen für den 17-Jährigen, endgültig geheilt zu werden, haben sich von einem Tag auf den anderen enorm verbessert.
NWZ TVzeigt einen Bericht von der Typisierungsaktion im NGO und ein Interview mit Mike Schnase unter www.NWZonline.de/nwztv
