OLDENBURG - Die Ratsfraktion der Linkspartei hat sich für eine Bahn-Umgehungs-Trasse um die Stadt Oldenburg ausgesprochen. Auf einer Pressekonferenz nannte Fraktionschef Hans-Henning Adler diese Variante eine sinnvolle Reaktion auf den geplanten Bau des Jade-Weser-Ports. Die Oldenburger müssten entlastet werden: Im Blick hat die Fraktion das zu erwartenden Verkehrsaufkommen und die erhöhte Lärmbelastung.

Aus diesem Grund werde die Linkspartei im Verkehrsausschuss eine Machbarkeitsstudie beantragen. Der Plan der Linken ist es, die neu zu bauende Umgehungs-Trasse an der A 29 entlang zu führen. „Die Autobahn ist bereits ein tiefgreifender Einschnitt in die Natur, daran könnte auch die Bahn entlangführen“, sagte Adler.

Der Vorteil für die Oldenburger aus Sicht der Linkspartei: Die dicht besiedelten Wohngebiete entlang der bisherigen Trasse würden entlastet werden. Die Lärmbelastung würde reduziert, die Wartezeiten an Bahnübergängen – etwa an der Stedinger Straße – würden verkürzt werden.

„Keiner hat bisher einen vernünftigen Vorstoß gemacht, deswegen wollen wir eine Diskussion anstoßen. Außerdem wollen wir erfahren, was eine solche Variante kosten würde“, sagte Adler.

Verkehrsausschussmitglied Hans-Wolfgang Woltemade ergänzte: „Die von Schwandner favorisierte Variante durch die Stadt und die geplante Unterführung an der Alexanderstraße ist mit 18 Millionen Euro veranschlagt. Das Geld könnte gespart und in die Umgehung investiert werden.“


Er spreche sich für eine vernünftige und langfristige Planung aus. „Das ist ein kommunales Thema, große Übereinkunft ist nicht nur nötig, sondern auch möglich.“ Die Linke versucht nun, eine Mehrheit im Rat zu mobilisieren.