OLDENBURG - Das Thema Familienfreundlichkeit wird für Unternehmen vor dem Hintergrund des prognostizierten Fachkräftemangels und der demografischen Entwicklung immer wichtiger. Strategien für familienfreundliche Unternehmensführung erläuterten Vertreter Oldenburger Firmen am Mittwoch auf einer Veranstaltung der städtischen Wirtschaftsförderung.

Die Referenten von EWE, LzO und BÜFA betonten vor allem drei Themenkomplexe: Flexibilisierung von Arbeitszeiten, Wiedereingliederung nach der Elternzeit und Betreuungskonzepte für den Nachwuchs. So stellte Ingrid Eilers-Bruns (EWE) das Konzept der Betriebskindertagesstätte „Biberburg“ vor, in der Kinder von zwei Monaten bis zwölf Jahren betreut werden. Johannes Reichelt (LzO) stellte unter anderem die individuellen Teilzeitmodelle seines Unternehmens vor und erzählte von verschiedenen Maßnahmen, beispielsweise der Gewährung eines Gleitzeittages am Geburtstag des Kindes. Werner zu Jeddeloh von der BÜFA stellte das Betreuungskonzept „BÜFA-Minis“ vor und betonte darüber hinaus die Wichtigkeit familienfreundlicher Maßnahmen – „auch zu Krisenzeiten.“ Der Effekt jener Maßnahmen sei wirtschaftlich schwer messbar, trotzdem dürften sie nicht dem Rendite-Rotstift zum Opfer fallen.

„Wir hoffen, dass dieser Austausch Unternehmen ermutigt hat, sich für den ,Olly’ zu bewerben“, betonte Klaus Wegling, Chef der Wirtschaftsförderung. Der „Olly“ ist Oldenburgs Preis für das familienfreundlichste Unternehmen.