OLDENBURG - Rund um die Uhr sendet Premiere von der Weltmeisterschaft. Ein Oldenburger Unternehmen stellt die Ausrüstung dafür.
Von Karsten Röhr
OLDENBURG - Endlich rollt der Ball. Die meisten echten Fans haben zwar keine Tickets bekommen, aber 24 Stunden am Tag können Fußballbegeisterte während der Weltmeisterschaft ins WM-Turnier hineinzappen. Der Sportkanal von Premiere macht's möglich – und die, das wiederum ermöglichen, sitzen in Oldenburg.Die Tweelbäker „iits GmbH" liefert das gesamte IT-Equipment für den Münchner Abo-Sender, um die Übertragung der Spiele, der Stimmen und Interviews rund um die Uhr sicherzustellen: mit 50 Druckern, 50 TFT-Bildschirmen, 50 PC’s und 30 Notebooks. Dass die „iits" den Zuschlag erhalten hat, weil ihr Oldenburger Vertriebs-Chef Gerd Müller heißt, ist aber nur ein Gerücht. Account Manager Christian Wolken, der von der Bremer iits-Niederlassung den Kontakt zu Premiere hält, sagt: „Wir betreuen Premiere schon länger, über die Weltmeisterschaft hat das aber natürlich gerade einen besonderen Reiz." Premiere bearbeitet das Equipment mit eigener Software und setzt es dann bei der WM ein: in den Stadien und den Pressezentren in Berlin und München. „iits“ koordiniert die Bereitstellung, unterstützt, wo‘s nötig ist, löst eventuelle Zeitprobleme und holt weitere Partner ins Boot.
„Für unsere Außendarstellung ist das schon etwas Besonderes", sagt Geschäftsführer Michael Uffelmann. "Wir tragen hier aus Oldenburg in der Verbindung Premiere und Weltmeisterschaft zur erfolgreichen Übertragung des wichtigsten Fußballturniers der Welt bei." Christian Wolken hatte das Münchner Unternehmen zuvor für ein anderes Systemhaus betreut und bei seinem Wechsel zu „iits" im vergangenen Jahr nach Oldenburg „mitgebracht".
Mit zwei Mitarbeitern war das EDV-Systemhaus erst 2002 von Michael Uffelmann (39) und Thomas Gäbelein (40) im Allianz-Haus an der Nadorster Straße gegründet worden – der eine Kaufmann, der andere System-Integrator. „Es wurde relativ schnell ziemlich eng", berichtet Uffelmann über die rasante Entwicklung. Seit einem Jahr hat „iits" nun seinen Sitz in Tweelbäke – mit mittlerweile fast 40 Mitarbeitern. Gäbelein über die Stärke des Unternehmens: „Es geht um die Hochverfügbarkeit von Servern, um zentralisierte Speichersysteme und die Konsolidierung und Virtualisierung der Server." Mit Hilfe der „iits" reduzieren Unternehmen die Zahl ihrer Server um die Hälfte und sparen so bei der Hardware, der Energiebilanz und der Verwaltung. Heute arbeitet „iits“ längst bundesweit. In der Region gehören Unternehmen wie die EADS Space Transportation GmbH, die OLB sowie Inbev dazu – der größte Braukonzern der Welt.
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