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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Gute Zeiten für Jugendliche

01.11.2018

Oldenburg /Vechta Jugendliche, die in diesem Jahr bisher keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, sollten nicht aufgeben. „Es gibt noch immer zahlreiche Unternehmen, die interessierte Jugendliche suchen“, sagte Dr. Thorsten Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Arbeitsagentur Oldenburg-Wilhelmshaven, bei der Jahresbilanz zum Ausbildungsmarkt mit den Wirtschaftskammern. „Das bedeutet viele Chancen für junge Leute.“

Konkret sind allein bei Müllers Agentur noch mehr als 600 offene Ausbildungsplätze registriert, mit einem Schwerpunkt u.a. im Einzelhandel. Nach letzten Zahlen gab es zugleich noch rund 240 „unversorgte“ Bewerber im Agenturbezirk, der weite Teile des Oldenburger Landes abdeckt. Bei der Agentur in Vechta, die für das Oldenburger Münsterland zuständig ist, gab es zuletzt noch 166 unversorgte Bewerber – und 254 Ausbildungsstellen.

Beide Lager zusammenzuführen, ist offenbar nicht immer einfach. Das liegt an privaten Vorlieben – oder auch Entfernungen in der Region.

Die Kammern, bei der die Lehrverträge eingetragen werden, zeigten sich bei der Bilanz des Ausbildungsjahres 2017/2018 recht zufrieden – doch man fordert gezielte Verbesserungen für Berufsschulen und ruft Unternehmen auf, sich mehr um ihr Image als Ausbilder und Arbeitgeber zu kümmern.

Im Bereich der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) wurden bis Ende September 4354 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen – ein Plus von 2,3 Prozent. „Der Trend ist ganz erfreulich“, kommentierte der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Hildebrandt die Zahlen. Die Wirtschaft in der Region begegne dem Fachkräftemangel und bilde mehr aus.

Hildebrandt rief die Unternehmen aber dazu auf, sich verstärkt auch darüber Gedanken zu machen, wie man den Nachwuchs nach der Ausbildung halten könne – der Anteil mit Hochschul-Zugangsberechtigung steige ständig (zurzeit 34 Prozent). Wichtig sei hier, früh eine Perspektive zu bieten. Hildebrandt kritisierte, dass nicht energisch genug gegen die Unterversorgung der Berufsschulen vorgegangen werde.

Was für ein Zufall: Auch die Handwerkammer Oldenburg (HWK) registrierte 2,3 Prozent mehr neue Ausbildungsverträge (2896). Beim sehr beliebten Beruf „Kraftfahrzeugmechatroniker“ sei erstmals die Zahl von 400 Verträgen „geknackt“ worden, erläuterte Wolfgang Jöhnk als Geschäftsbereichsleiter für Berufsbildung. Für Elektrotechnik wurden ebenfalls starke 375 errechnet, erst mit Abstand folgen Tischler (204). Es sei nicht gelungen, alle Ausbildungsplätze im Handwerk zu besetzen, meinte Jöhnk. Auch er riet Betrieben mit Bedarf, noch bei der Arbeitsagentur vorzusprechen. Jöhnk forderte mehr Berufsorientierung: „Nötig ist eine rechtzeitige Information der Jugendlichen über Handwerksberufe.“ Und: Betriebe sollten „mehr dorthin zu gehen, wo Jugendliche sich informieren.. Ein ganz wichtiger Zugang bleibe ein Praktikum.

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK/Oldenburg) sieht trotz einer leichten Abschwächung auf hohem Niveau (auf rund 5800 Ausbildungsverträge) einen „stabilen Trend“. Junge Leute hätten weiterhin großes Interesse an grünen Berufen – etwa in Landwirtschaft oder Gartenbau, Lohnunternehmen oder Milchwirtschaft, sagte Christa Hallmann-Rosenfeldt, die stellvertretende Leiterin des LWK-Fachbereiches Berufsbildung. Und: „Es gibt auch bei uns noch freie Ausbildungsplätze.“ Jugendliche könnten stöbern unter www.talente-gesucht.de

Hallmann-Rosenfeldt rief dazu auf, das Berufsschulangebot in der Fläche zu sichern. Sonst drohten ganze Berufe „wegzubrechen“. Betriebe sollten auch erwägen, Jugendliche mit Beeinträchtigungen auszubilden. Dies kann gefördert werden.

Ein zentraler Dreh- und Angelpunkt für die Zusammenführung von suchenden Jugendlichen und Unternehmen waren auch 2017/2018 die Arbeitsagenturen. Es zeige sich „hohe Nachfrage der Betriebe“, sagte Oldenburgs Agenturchef Müller. Dort wurden bis Ende September 5552 Ausbildungsplätze gemeldet – ein Plus von 3,6 Prozent. Zugleich ging die Zahl der Bewerber/innen um 2,9 Prozent auf 6876 zurück.

Im Bezirk der Agentur Vechta gab es sogar 4,0 Prozent mehr Angebote (3417). Die Ausbildungsbereitschaft sei hoch, meinte Agentur-Chefin. Tina Heliosch. Zugleich gab es aber 0,7 Prozent weniger suchende Jugendliche (2653). „Die Schere geht weiter auseinander“, sagte sie.

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Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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