Oldenburg/Vechta/Emden - Das Frühjahr beflügelt den Arbeitsmarkt im Nordwesten – vor allem im Tourismus, im Baugewerbe und den sogenannten grünen Berufen. Wie aus den am Freitag von den regionalen Arbeitsagenturen veröffentlichten Berichten hervorgeht, sank die Zahl der Arbeitslosen im Oldenburger Land und Ostfriesland im März gegenüber dem Vormonat um 3127 auf 46 144. Das waren zugleich 3397 weniger als vor einem Jahr.
„Der Arbeitsmarkt zieht wieder an, im März fanden mehr Menschen einen neuen Arbeitsplatz, sodass die Arbeitslosenzahl sank“, sagte Dr. Thorsten Müller, Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven. „Typisch für das Frühjahr ist, dass in saisonabhängigen Berufen verstärkt eingestellt wird.“ So profitierten im Nordwesten besonders die Regionen, in den Tourismus und grüne Berufe eine größere Rolle spielen, wie in Ostfriesland die Inseln Borkum, Juist und Norderney sowie die Geschäftsstellen Wittmund und Norden, sowie im Oldenburger Land die Landkreise Ammerland und Friesland.
Im Oldenburger Land waren nach Angaben der Arbeitsagenturen Vechta sowie Oldenburg-Wilhelmshaven im März 30 027 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber Februar ging die Arbeitslosenzahl damit um 1766 zurück, gegenüber März 2018 um 2536.
In Ostfriesland verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zu Februar um 1361 auf 16 117. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um 861.
Auch niedersachsenweit ist die Arbeitslosenzahl saisonal bedingt gesunken. Landesweit waren 221 084 Menschen arbeitslos gemeldet – 3,7 Prozent weniger als im vergangenen Monat und 7,1 Prozent weniger als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Hannover mit. Die Arbeitslosenquote, die im Februar noch bei 5,3 Prozent gelegen hatte, beträgt nun 5,1 Prozent.
„Die schon länger anhaltend positive Entwicklung nach noch zusätzlichen Schwung bekommen, weil nach den Wintermonaten die Betriebe mit Außenarbeiten wieder durchstarten und Personal einstellen“, sagte die Regionalchefin der Agentur, Bärbel Höltzen-Schoh. Gleichzeitig steige die Zahl der Beschäftigten, weil über alle Branchen hinweg neue Arbeitsplätze entstehen. Die Personalnachfrage bewege sich weiter auf hohem Niveau – so die Agentur – vor allem nach Fachkräften.
Regional betrachtet ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt vor allem im Westen des Landes sehr gut. Am niedrigsten ist die Arbeitslosenquote im Emsland (2,3 Prozent) und der Grafschaft Bentheim (2,9).
