• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Warum es in der Region erneut weniger Arbeitslose gibt

02.05.2019

Oldenburg /Vechta /Emden Der Arbeitsmarkt im Nordwesten zeigt sich weiterhin in guter Verfassung. Die anhaltende Frühjahrsbelebung im April hat die Arbeitslosenzahlen im Oldenburger Land und Ostfriesland erneut spürbar sinken lassen, wie die regionalen Arbeitsagenturen am Dienstag mitteilten.

Insgesamt waren den veröffentlichten Zahlen zufolge in der Region 43 579 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 2565 weniger als im März und 3135 weniger als vor einem Jahr. „Im April setzt sich die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt fort, wir bewegen uns auf dem guten Niveau des Vorjahres“, sagte Dr. Thorsten Müller, Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven.

Weiterbildung wichtig

Diese gute Situation birgt allerdings auch Herausforderungen. „Schon heute können nicht alle Stellen für Fachkräfte in der Region besetzt werden und der technische Fortschritt wird die Anforderungen an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiter verändern“, sagte Tina Heliosch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Vechta. „Die Weiterbildung von Beschäftigten in Unternehmen ist dabei ein wichtiger Lösungsansatz. Zusätzliche Fördermöglichkeiten biete das zu Jahresbeginn in Kraft getretene Qualifizierungschancengesetz.

Ähnlich äußerte sich auch Manfred Gardemann, Geschäftsführer operativ in der Agentur für Arbeit Emden-Leer. „Den freien Stellen steht ein unzureichendes Angebot an Fachkräften gegenüber“, warnte er. „Bei derzeit vollen Auftragsbüchern sollten Betriebe und Arbeitnehmer nicht nur kurzfristig denken.“ Eine gute Ausbildung und fortlaufende Qualifizierungen würden in einer sich verändernden Arbeitswelt immer wichtiger.

Im Oldenburger Land sank die Zahl der Arbeitslosen im April gegenüber März um 933 auf 29 094, wie aus den Zahlen der Arbeitsagenturen Oldenburg-Wilhelmshaven und Vechta hervorgeht. Gegenüber April 2018 fiel die Zahl der Arbeitslosen um 2417.

In Ostfriesland waren im April nach Angaben der Arbeitsagentur Emden-Leer 14 485 Arbeitslose registriert. Das bedeutet gegenüber März einen Rückgang um 1632 und gegenüber dem Vorjahresmonat um 718.

Hier detaillierte Zahlen zum regionalen Arbeitsmarkt

Niedersachsenweit waren 215 025 Menschen arbeitslos gemeldet – 2,7 Prozent weniger als im Vormonat und 7,2 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit in Hannover mitteilte. Auf die Arbeitslosenquote im Land hatte der Rückgang einen vergleichsweise leichten Einfluss: Sie liegt nun bei 5,0 Prozent (März: 5,1).

„Die Arbeitslosigkeit ging in allen Alters- und Personengruppen zurück“, sagte Agentur-Regionalchefin Bärbel Höltzen-Schoh. „Am stärksten profitierten Unter-25-Jährige von dem hohen Personalbedarf der Betriebe.“

Von Unterbeschäftigung waren im April 305 661 Menschen in Niedersachsen betroffen – 4,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Dazu gehören zusätzlich zu den Arbeitslosen etwa alle, die an arbeitspolitischen Maßnahmen teilnehmen – zum Beispiel zur beruflichen Eingliederung oder zur Weiterbildung.

Regionale Unterschiede

Regional betrachtet gab es auch im April große Unterschiede. Besonders niedrige Arbeitslosenquoten haben das Emsland (2,2 Prozent), die Grafschaft Bentheim (2,4) sowie die Kreise Osnabrück (2,9) und Oldenburg (3,2). Landesweit am höchsten ist die Quote dagegen weiterhin in den Städten Wilhelmshaven (10,3 Prozent) und Delmenhorst (9,4). Bemerkenswert bei Delmenhorst ist, dass die Zahl der Arbeitslosen gegen den Trend sogar spürbar um 4,1 Prozent anstieg. Eine Sprecherin der Arbeitsagentur Oldenburg-Wilhelmshaven begründete dies mit einer allgemein etwas schwächelnden Dynamik am Arbeitsmarkt in der Stadt. Einen speziellen Grund für den Anstieg gebe es nicht.

Erfreulich war dagegen zuletzt die Entwicklung in den Kreisen Wittmund und Wesermarsch. Im Kreis Wittmund sank die Zahl der Arbeitslosen im April gegenüber dem Vormonat um 24,6 Prozent – nirgendwo sonst in Niedersachsen war der Rückgang stärker. Grund dürften vor allem die kräftigen Impulse rund um das Tourismusgeschäft zum Start in die Ferien- und Urlaubszeit gewesen sein. In der Wesermarsch fiel dagegen der Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 13,4 Prozent besonders kräftig aus. Nur in der Grafschaft Bentheim (21,8 Prozent) und im Kreis Gifhorn (15,0) war landesweit das Minus noch stärker.

Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

NWZ-Jobs.de
Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2041
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.