OLDENBURG - Alle Jahre wieder: Wenn der Winter die Stadt verlässt, bleiben Löcher zurück, unübersehbar auf den Straßen. Wenn also der Winter die Stadt verlässt, kommt die hohe Zeit der städtischen Straßenbautrupps. Die jeweils fünf bis sieben Mann gehen gegen den Fahrbahnfraß vor und stopfen Schlaglöcher, so gut es geht.
Rund 80 000 Euro haben die Ausbesserungen der Winterschäden in diesem Jahr schon gekostet, die schlimmsten Schäden sind an bislang 40 Einsatztagen damit beseitigt. Die doppelte Summe wäre allerdings nötig, um die Problemstellen dauerhaft auszumerzen. „Frostschäden beweisen nämlich, dass an einer Fahrbahn grundsätzlich etwas kaputt ist“, meint Straßenbauamtleiter Bernd Müller. „Für eine vernünftige Sanierung, die in den Sommermonaten zu erledigen wäre, fehlt aber das nötige Geld.“ Insgesamt stehen im Vermögenshaushalt für dieses Jahr 250 000 Euro für Straßenverbesserungen zur Verfügung.
So hat der Kampf gegen die Winterfolgen auf den Straßen etwas von Don Quixote an sich: „Wir werfen gutes Geld schlechtem hinterher“, seufzt Müller, „mir wäre auch lieber, ich könnte das Problem großflächig angehen.“ So aber bleibt nicht anderes übrig, als die Verkehrssicherheit der Fahrbahnen zu gewährleisten oder – wenn’s gar zu schlimm wird – Warnschilder aufzustellen. Immerhin: Trotz des harten Winters hatte man vergleichsweise wenige asphaltsprengende Frostfolgen in dieser Saison zu beseitigen.
Schwerpunkte der Einsätze zu Notmaßnahmen waren bisher Cloppenburger Straße, Hundsmühler Straße, Ammerländer Heerstraße, Alexanderstraße und Niedersachsendamm, dazu kommen viele Nebenstraßen. „Und da hat uns der neue Lochmelder im Internet sehr geholfen“, meint Müller. Drei bis fünf Hinweise pro Tag sind von Anwohnern in den vergangenen Wochen auf diese Art beim Straßenbauamt gelandet und haben eine Arbeitskolonne in Gang gesetzt.
Hier kann man Löcher melden
