OLDENBURG - Sind die Stoßdämpfer am Auto beschädigt worden über Weihnachten? Oder ist die Bass-Box im Fußbereich zu laut eingestellt? Viele Oldenburger wundern sich dieser Tage über die Fahreigenschaften ihres Wagens: Viel Geholpere, wo eigentlich ruhiger Lauf angesagt sein sollte.
Schuld daran ist – wie immer in dieser Jahreszeit – der Zustand der Straßen. Die Stadt hat glücklich die erste Frost- und Schnee-Periode überstanden und entdeckt nach Ende des Tauwetters deren Folgen: Frostaufbrüche, Schlaglöcher und Risse auf den Fahrbahnen. Ebene Oberflächen sind etwas anderes.
Das Schlimme an der momentanen Situation: Defekte Straßenbeläge, die das Benutzen der Wege für alle Verkehrsteilnehmer gefährlich machen, finden sich nicht nur in wenig belebten Nebenstraßen, „betroffen sind vorwiegend die Haupteinfallstraßen“, konstatiert Stadtsprecherin Kerstin Geresser. Besonders deutlich fallen die Schlaglöcher derzeit an der Wilhelmshavener Heerstraße (Höhe McDonald’s), an der Bremer Heerstraße (mittlerer Teil) oder an der Brücke über den Küstenkanal zur Hundsmühler Straße auf.
Fünf Arbeiter-Kolonnen bekämpfen inzwischen den sich stetig verschlechternden Straßenzustand, um wenigstens die gröbsten Mängel zu beseitigen. Mit einem speziellen Wintermischgut werden die Löcher behelfsmäßig geschlossen. „Durch die Flickarbeiten werden die Ursachen der Schäden nicht beseitigt“, sagt Kerstin Geresser. Es sei deshalb zu erwarten, dass in den nun folgenden Wintermonaten des Öfteren noch Flickarbeiten zu erledigen seien.
Die Stadt versucht ihrer Pflicht der Verkehrssicherung der Straßen zudem mit Warnhinweisen (Tempo-30-Schilder) gerecht zu werden. Damit sollen Bruchstellen im Asphalt, die noch nicht repariert sind, frühzeitig zu erkennen sein, und sie sollen im Schadensfall die Haftung der Stadt minimieren.
Wird ein Auto beim Durchfahren eines Schlaglochs beschädigt, dann „muss die Einzelfallprüfung zeigen, wer den Schaden zahlen muss“, betont Geresser.
