OLDENBURG - Sie denken global, leben international und handeln lokal. Fünf deutsche Studenten der International Business School in Groningen pendeln regelmäßig zwischen Deutschland und den Niederlanden und könnten allein deshalb schon als Experten für grenzüberschreitenden Fernverkehr gelten. Den Auftrag für eine wissenschaftliche Untersuchung auf diesem Gebiet erhielten sie aber in erster Linie aufgrund ihrer Erfahrungen im Groninger Studium.
Die Oldenburger Fernbuslinie Publicexpress, die täglich Menschen zwischen Bremen, Oldenburg und Groningen hin- und herfährt, beauftragte Mathias Horn, Christoph Nieberg, Denis Hennes, Christian Süß und Felix Backes mit einem Gutachten über die Kundenzufriedenheit, und wollte gleichzeitig auch Empfehlungen für mögliche Verbesserungen hören. Die gab es dann reichlich. Auf der Liste steht unter anderem der Hinweis, neue Linien zu planen, Kooperationen mit örtlichen Partnern auszubauen, die Internetpräsenz des Unternehmens zu erhöhen – und einen eigenen Publicexpressclub zu gründen.
Busunternehmer Christoph Marquardt will die Hinweise sorgsam prüfen und freute sich zugleich über die hohe Kundenzufriedenheit, die seinem Betrieb außerdem attestiert wurde. 92 Prozent der befragten Busgäste waren mit dem Gesamtangebot des Unternehmens zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Mehr als die Hälfte wünschten sich überdies zusätzliche Abfahrten – eine Forderung, an deren Umsetzung jetzt gearbeitet wird.
Der Durchschnittskunde der Firma ist übrigens weiblich, 27 Jahre alt, Studentin, deutsch und lebt in Oldenburg. Da sie mindestens einmal täglich das Internet nutzt, kommuniziert sie am liebsten per E-Mail mit dem Unternehmen. Ein Viertel der befragten Kunden bevorzugt bereits soziale Online-Netzwerke wie Twitter oder Facebook zur Kommunikation.
