OLDENBURG - Auffangen, informieren, begleiten: So heißt das Motto der Frauenselbsthilfe nach Krebs. In 33 Gruppen in Niedersachsen kann man Rat und Hilfe bei Betroffenen finden, offene Gespräche führen und von den Erfahrungen anderer Patienten lernen. Seit 1976 gibt es auch in Oldenburg einen solchen Verein.
Ein neues Leitungsteam wurde auf der Mitgliederversammlung gewählt. Auf ihrem Posten blieb die Vorsitzende Dr. Margarete Kramer, ihre Stellvertreterin wurde Petra Willer, die bisher Kassenwartin war. Neu im Vorstand ist Gabriele Kottusch. Sie übernimmt die Kasse.
Die Frauenselbsthilfe nach Krebs sieht sich als Anlaufstelle für betroffene Frauen und Männer jeden Alters. Sie ist Tag und Nacht telefonisch erreichbar. Es gibt einen Besuchsdienst von Ehrenamtlichen, der auf der gynäkologischen Krebsstation im Klinikum anzutreffen ist.
Bei den Gruppentreffen stehen das Gespräch und Fachvorträge im Mittelpunkt. Es werden aber auch Einzelgespräche angeboten. Daneben gibt es feste Gesprächskreise mit psychologischer Begleitung und einen regelmäßigen Erfahrungs- und Informationsaustausch für Tumorkranke und Angehörige. Neben einer Kreativgruppe stehen im sportlichen Bereich Bewegungstanz, Gymnastik (auch im Wasser) und Nordic-Walking auf dem Programm. Zusätzlich werden regelmäßig Projekte und Seminare veranstaltet.
Von April bis Juli gibt es eine Vortragsreihe zum Thema Darmkrebs. Die Veranstaltungen am 9. April, 14. Mai, 11. Juni und 9. Juli, beginnen jeweils um 19.30 Uhr im Kulturzentrum PFL. Referenten sind Dr. Humbert/Oldenburg, Dr. Anders/Ammerland-Klinik Westerstede, Prof. Dr. Köhne/Klinikum Oldenburg und Dr. Irmey/Gesellschaft für biologische Krebsabwehr Heidelberg.
Die Gruppe finanziert sich aus Spenden. Im vergangenen Jahr wurde sie von der Horst-Heissenbüttel-Siftung unterstützt. In diesem Jahr erhielt sie neben einer weiteren Gruppe den mit 10 000 Euro dotierten Niedersächsischen Krebspreis.
Informationen und Kontakt: Tel. 960 84 60 und E-Mail dr-margarete-kramer@t-online.de.
